Bundesliga Last-Minute-Bayern und leere Südtribüne
Das Bild des Spieltags: die gesperrte Südtribüne im Dortmunder Stadion. Das DFB-Sportgericht hatte den BVB zur Sperrung des beeindruckenden Stadionabschnittes und zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro verurteilt.
Der Kontrollausschuss hatte den Antrag gestellt, weil BVB-Fans vor dem Spiel gegen RB Leipzig (1:0) beleidigende Plakate gezeigt hatten. Während des Spiels bei 1899 Hoffenheim (2:2) waren zudem Schmählieder gesungen worden, beim Hinspiel in Leipzig (0:1) monierte der Kontrollausschuss "ein beleidigendes Banner im Dortmunder Block".
Die Kollektivstrafe des DFB stieß nicht bei jedem auf Zuspruch.
Doch für die BVB-Fans gab es trotz der Sperrung auch Grund zum Jubeln: Die Borussia ging nämlich durch ein Eigentor des Wolfsburgers Jeffrey Bruma in Führung.
Schwarz-gelbe Jubeltraube: Die Führung für die Dortmunder war verdient, Pierre-Emerick Aubameyang vergab noch eine Großchance. Mit 1:0 ging es in die Pause.
Ein ähnliches Bild nach der Pause: Lukas Piszczek (Mitte) erhöhte auf 2:0 für die Borussia.
Es kam noch besser für den BVB: Ousmane Dembélé (hier im Zweikampf mit Wolfsburgs Maximilian Arnold) legte das dritte Tor für die Dortmunder nach.
Die Bremer durften in der ersten Hälfte zweimal feiern: Erst traf Serge Gnabry mit einem Kopfball nach einer Ecke zur 1:0-Führung.
Doch bei dem einen Treffer blieb es nicht.
Thomas Delaney gelang per sehenswertem Freistoßtreffer sogar noch das 2:0 vor der Pause.
Die Freude über sein erstes Bundesligator war dem dänischen Winterzugang von Werder deutlich anzusehen.
Überraschung in Berlin: Hertha ging gegen den Rekordmeister FC Bayern in Führung.
Torschütze war Berlins Angreifer Vedad Ibisevic.
Für den Angreifer war es der neunte Saisontreffer, sein erster seit dem zwölften Spieltag.
Doch die Bayern sind eben die Bayern: Man darf sie nie abschreiben, auch in der 96. Minute nicht. Robert Lewandowski gelang der umjubelte Treffer zum Ausgleich.
Damit verhinderten die Münchner die zweite Saisonniederlage.
Ein Treffer gegen seinen Ex-Verein Darmstadt blieb Hoffenheims Angreifer Sandro Wagner verwehrt. Der von einer zwei Spiele andauernden Rotsperre zurückgekehrte Stürmer vergab in der ersten Hälfte eine der wenigen Chancen des Spiels.
Die Treffer für Hoffenheim fielen dann in der zweiten Hälfte: Der eingewechselte Andrej Kramaric war der Doppeltorschütze. Das 2:0 erzielte er per Strafstoß.
Ein Lebenszeichen im Tabellenkeller: Romain Brégerie sorgte für diese Ingolstädter Jubeltraube im Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Und aus Sicht des Tabellen-17. kam es sogar noch besser.
Frankfurts David Abraham sah nach einem ungeschickten Tritt wegen groben Foulspiels die Rote Karte.
Die Frankfurter hatten dann aber doch noch die Chance zum Ausgleich in Unterzahl: Doch Makoto Hasebe schoss erst Ingolstadts Keeper Martin Hansen an - und setzte den Nachschuss an die Unterkante der Latte, von wo der Ball zurück ins Feld sprang und geklärt werden konnte.
Ingolstadt bekam dann ebenfalls einen Strafstoß zugesprochen - und machte es besser.
Pascal Groß verwandelte sicher - 2:0. Trotz der Roten Karte, die Ingolstadts Mathew Leckie kurz darauf bekam, holte der abstiegsbedrohte Klub den Sieg.