96-Erfolg gegen Schalke Breitenreiter wechselt den Sieg ein
Die 96-Fans machten ihre Drohung wahr: Wegen ihrer Unzufriedenheit über die Vereinspolitik im Zusammenhang mit der geplanten Vereinsübernahme durch Investoren verweigerten sie weitgehend die Unterstützung ihrer Idole.
Hoher Besuch: Unter den Zuschauern im Niedersachsenstadion fand sich auch Bundestrainer Joachim Löw (M.) ein, der gemeinsam mit seinem Torwarttrainer Andreas Köpcke das Spiel beobachtete.
Aufeinandertreffen zweier Bekannter: 96-Coach André Breitenreiter (l.) hatte sich mit Schalkes Neu-Trainer Domenico Tedesco (r.) in der Vorsaison noch in der 2. Liga duelliert. Damals rettete Tedesco mit Aue trotz zweimaligem Rückstand noch ein Remis.
In der ersten Bundesliga überraschte Breitenreiter mit einer offensiven Ausrichtung. Mutig attackierten die Hannoveraner zu Beginn ihre Gegenspieler weit in deren Hälfte.
Zwar entwickelte der Aufsteiger in der ersten Halbzeit deutlich mehr Torgefahr (9:2 Schüsse), doch ein Treffer wollte den Niedersachsen zunächst nicht gelingen.
Die Gastgeber waren auch zu Beginn des zweiten Durchgangs das bessere Team. Nach einem Querpass von links kam der Ball zu Felix Klaus (l.), dessen Versuch landete allerdings weit über dem Tor (52.).
Auf der Gegenseite vollendete Leon Goretzka (l.) beinahe die erste gelungene Offensivaktion der Schalker: Der Confed-Cup-Sieger zielte aus 14 Metern allerdings genau in die Arme von 96-Keeper Philipp Tschauner (59.). Es war der erste Schuss auf das 96-Tor.
Doch Breitenreiter bewies ein glückliches Händchen: Jonathas (l.) traf fünf Minuten nach seiner Einwechslung zum entscheidenden 1:0. Zuvor hatte Marvin Bakalorz unmittelbar am Schalker Strafraum den Ball erobert und auf die brasilianische Neuverpflichtung durchgesteckt (67.).