Bundesliga Pause? Nein, Elfmeter!
Dank zwei Toren von Pablo De Blasis hat der FSV Mainz das Kellerduell gegen den SC Freiburg 2:0 gewonnen und zum ersten Mal seit dem 20. Spieltag den Relegationsrang verlassen. Vor beiden Treffern hatten die Mainzer viel Glück.
Die Partie wurde mit fünf Minuten Verspätung angepfiffen, weil die Mainzer Fans vor Beginn gegen den Spieltermin am Montagabend protestierten.
Über weite Strecken verlief das Spiel auf so niedrigem Niveau, wie man es aufgrund der Tabellensituation beider Teams befürchten musste. Die beiden Torhüter mussten selten so beherzt eingreifen wie Mainz-Trainer Sandro Schwarz in dieser Szene.
Aus dem Spiel heraus konnten sich beide Mannschaften kaum Chancen erarbeiten. Für die Vorentscheidung sorgte diese Szene kurz vor dem Pausenpfiff. Marc-Oliver Kempf (rechts) bekam eine halbhohe Hereingabe des Mainzer Kapitäns Daniel Brosinski aus kurzer Distanz an die linke Hand.
Schiedsrichter Guido Winkmann (links) hatte das Handspiel übersehen und die erste Hälfte kurz darauf beendet. In der Pause, als die Rasensprenger schon angegangen waren, erhielt er einen Hinweis von der Video-Assistentin Bibiana Steinhaus.
Nachdem sich Winkmann die strittige Szene selbst noch mal angeschaut hatte, holte er die Freiburger Spieler aus der Kabine zurück auf den Rasen und entschied auf Handelfmeter.
Pablo De Blasis blieb trotz der ungewöhnlichen Situation ganz cool und verwandelte sicher unten links (45.+7).
Auch vor Beginn der zweiten Hälfte gab es Proteste gegen die Ansetzung am Montagabend. Mehrfach warfen die Mainzer Fans Klopapierrollen in den Freiburger Strafraum, wodurch sich der Wiederanpfiff um zehn Minuten verzögerte.
Kurz vor Schluss machte De Blasis mit seinem zweiten Treffer alles klar. Vorangegangen war ein katastrophaler Fehlpass des Freiburger Torwarts Alexander Schwolow, der den Ball im eigenen Strafraum genau in den Fuß von Robin Quaison gespielt hatte. Der legte quer auf De Blasis, dessen Schuss den rechten Innenpfosten traf und von dort ins Netz rollte.
Durch die Niederlage rutscht Freiburg auf Relegationsrang 16 ab. Der Vorsprung auf den Hamburger SV auf Platz 17 beträgt acht Punkte. Am Samstag tritt der Sportklub zum nächsten Kellerduell beim HSV an.