"Buran" Raumfähre mit wechselvoller Geschichte
"Buran" im All (Illustration): Die Raumfähre kam nur zu einem einzigen unbemannten Einsatz im November 1988, damals ...
... galt die Fähre in der Sowjetunion als hoffnungsvolles Konkurrenzprojekt zu den US-Shuttles. Doch technische Widrigkeiten und vor allem Finanzprobleme nach der Wende ließen das Projekt scheitern.
Dabei hatte alles so vielversprechend begonnen. Für den Transport hatten die Sowjets die kraftvolle Trägerrakete "Energija" konstruiert, die die Raumfähre als Nutzlast (wie hier im November 1988) mit ins All nahm. Dadurch ...
... hätte die "Buran" auch größere Nutzlasten als die US-Shuttles befördern können - weil sie im Gegensatz zu diesen nicht über eigene Triebwerke verfügte.
Nach der Wende geriet die Raumfähre in Vergessenheit und wurde später zum exotischen Ausstellungsobjekt, das zuletzt ...
... jahrelang im Wüstenstaat Bahrein vor sich hinrottete. Nach langem Hin und Her wurde die Raumfähre nach Deutschland verschifft.
Der Transport (hier per Schiff auf dem Rhein bei Wesel) war eine hochkomplizierte Angelegenheit.
Von Rotterdam kommend wurde die Fähre über den Rhein verschifft...
... die Tragflächen konnten für den Schiffstransport wieder angebracht werden.
Auf dem Rhein schipperte die Fähre bis nach Speyer.
Erst ging es vorbei an Düsseldorf (08.04.08)...
... dann an Rüdesheim (10.04.08) und ...
... Mainz ...
... bis sie schließlich im Naturhafen von Speyer ankam.
Per Lastwagen wurde die Reise fortgestzt.
Im Technikmuseum von Speyer wird "Buran" ihren Lebensabend verbringen.
Vorsichtig wird der 36-Meter-Koloss verladen. Die Tragflächen mussten vorher aber wieder ab.
Nur nicht falsch abbiegen.
Im Schritttempo wird "Buran" durch die Stadt gerollt.
Für die Einwohner Speyers ist das Ganze ein nie dagewesenes Spektakel.
Eine Raumfähre in Speyer. Hier wird "Buran" der neue Star sein.