Wechsel von Burberry zu Apple Angela Ahrendts' bunte Luxuswelt
Sie soll die Fusion von Tech- und Modewelt bei Apple weiter vorantreiben: Ex-Burberry-Chefin Angela Ahrendts. Künftig wird sie für die strategische Leitung, Expansion und den Betrieb der Einzelhandels- und Online-Geschäfte der Tech-Marke zuständig sein.
Die 53-jährige Amerikanerin scheint wie gemacht für den Job: Bei der Traditionsmarke Burberry hat sie Erfahrung darin gesammelt, wie man bei Kunden das Bedürfnis nach überteuerten Produkten weckt.
"Sie teilt unsere Werte", sagte Apple-Chef Tim Cook, als der Konzern die Personalie bekanntgab.
Der Abgang der Chefin löste bei Burberry-Anlegern Panik aus - kein Wunder: Unter ihrer Regie hatte sich der Umsatz verdreifacht.
Von der britischen Langweilermarke zum Luxuslabel: Immer mehr Frauen wollen sich mit dem typischen Burberry-Muster, den Karos, schmücken.
Ein zweites Markenzeichen des Modelabels: der Trenchcoat. Very british.
Statt um den Preis dreht sich in den eleganten Boutiquen alles um das Kauferlebnis, kombiniert wird das Ganze mit einer durchdachten Online-Strategie.
Das Abwerben der Mode-Experten ist nur konsequent: Computer und Smartphones sind längst zu Accessoires geworden.
Bei Apple spielten Design und Ästhetik von Beginn an eine besondere Rolle, und dieser Trend hat sich zuletzt noch beschleunigt.
Günstiger und knallbunt: Die neuesten iPhones fallen weniger durch technische Neuheiten auf als durch ihr buntes Äußeres.
Zuletzt wurde es auch beim sonst eher eleganten Burberry-Design quietschbunt: Models mit Taschen aus der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2013.