Burma Jade-Abbau - ein brutales Geschäft
Jademine in Hpakant: Im Tagebau arbeiten sich die Bagger und Bulldozer immer näher an die Dörfer im burmesischen Dschungel heran. Immer wieder werden Arbeiter von Erdrutschen getötet.
Mit großen Maschinen treiben die Unternehmen den Abbau voran. Offiziell gibt es Hunderte Firmen mit Schürfrechten - kontrolliert werden sie aber ganz offenbar nur von einer kleinen Gruppe mächtiger Burmesen.
Früher war Hpakant ein kleiner Ort im Dschungel, die Flüsse waren sauber und die Familien konnten gut vom Jadehandel leben. Heute sind die Flüsse verdreckt und Unternehmen kontrollieren das Geschäft mit dem grünen Schmuckstein.
Die Zahl der Minenarbeiter in Hpakant wird auf 200.000 geschätzt. Viele arbeiten ohne Lizenz und durchsuchen die Schutthalden nach Jadestücken.
Werden die Arbeiter bei ihrer Suche fündig, kann es sein, dass ihnen Unternehmensmitarbeiter oder auch die Polizei wertvolle Steine wieder abnimmt.
Ein Jadehändler untersucht einen Stein. Die Jade aus dem burmesischen Bundesstaat Kachin macht vor allem eine kleine Gruppe um die früheren Machthaber des Landes reich.
Lkw von Volvo: Die Organisation Global Witness kritisiert Unternehmen wie Volvo, Liebherr oder Caterpillar dafür, dass sie ihre Maschinen in Burma von zweifelhaften Vertriebspartner verkaufen lassen.
Jademarkt im burmesischen Myitkyinar: Die wertvollen Jadeite werden größtenteils nach China verkauft, nur die günstigeren Nephrite bleiben im Land - und werden versteuert.