Burma: Mit Bremsstein und Holzbock - DER SPIEGEL
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Burma Mit Bremsstein und Holzbock

Wer im bettelarmen Burma einen fahrbaren Untersatz besitzt, der nimmt auch schlechte Straßenverhältnisse oder altersschwache Autos klaglos in Kauf. SPIEGEL-ONLINE-Leser Florian Grupp hat Verkehr und Straßenbild in dem südostasiatischen Land fotografiert.
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Sicherheitszauber: Vor der Abfahrt eines Busses herrscht dichtes Gedrängel. Vom Mönch frisch geweihte Zweige am Außenspiegel, Buddhastatuen und -bilder in der Windschutzscheibe sollen böse Geister vertreiben und für eine sichere Fahrt sorgen. Unglück beschwört jetzt nur noch einer herauf, der fragt, wie lange die Fahrt dauert und wann genau man am Ziel ankommt.

Foto: Florian Grupp
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Cooles Design: Um den Motorblock einfacher mit Wasserflaschen kühlen zu können, fehlen bei den meisten Lkw die Motorhauben. Die aufgemalte Winterlandschaft samt Pinguinen hilft nämlich nicht wirklich.

Foto: Florian Grupp
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Personenkraftwagen: Der Ferntransport abseits der Magistralen wird per Toyota-Jeeps abgewickelt. 30 und mehr Passagiere samt Gepäck pro Jeep sind dabei keine Seltenheit.

Foto: Florian Grupp
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Einweihung: Wenn dann doch einmal ein gebrauchter moderner Bus in Betrieb genommen wird, dann wird daraus gleich ein Staatsakt wie hier in Myitkyina in Nordburma. Der Mann links im Bild trägt einen Wehrmachtshelm aus Plastik. Diese werden in Burma gerne als Motorradhelm getragen. Das Hakenkreuz gilt im Hinduismus und Buddhismus als Glückssymbol.

Foto: Florian Grupp
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Pannendienst: Die Vorderradaufhängung meines gemieteten Jeeps ist von der Karosserie weggebrochen. Die Burmesen sind in Sachen Reparatur sehr innovativ. Man nimmt einfach einen Stromgenerator, verbindet den einen Pol mit der Karosserie (siehe rechts), an den anderen hängt man eine Zange mit einem Metallstift. Während des Schweißens wird von oben immer wieder Wasser nachgekippt, damit der Motorraum nicht in Brand gerät

Foto: Florian Grupp
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Bremsstein und Holzbock: Hebebühnen oder Wagenheber werden in Burma nicht benötigt, man greift auf "natürliche" Hilfsmittel zurück.

Foto: Florian Grupp
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So sieht eine burmesische Schwarzmarkt-Tankstelle aus. Bedient werden hier aber nur zweirädrig motorisierte Vehikel, für größere Fahrzeuge fehlen die Vorratstanks.

Foto: Florian Grupp
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Historisch: Der öffentliche Nahverkehr in Mawlamyaing wird noch immer mittels uralter Busse mit Teakholzkarosserie abgewickelt.

Foto: Florian Grupp
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Fehlstelle: Auch bei kleineren Modellen fehlen immer die Motorhauben.

Foto: Florian Grupp
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Farbenfroh: In der ehemaligen Hauptstadt Yangon sind Busse unterwegs, deren Alter die schöne Lackierung vergessen läßt.

Foto: Florian Grupp
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