Kult-Event in Nevadas Wüste Der "Burning Man"
Unter dem diesjährigen Motto "Radical Ritual" versammeln sich etwa 70.000 Menschen zum größten Musik- und Kunstfestival der Welt in der Black Rock Desert in Nevada.
Kreativität, Gleichheit, Gewissen: Das Festival hat den Anspruch ökologische und soziale Wertvorstellungen zu leben. Alle sollen ihre Persönlichkeit und Freiheit ausleben können.
Sand-Surfer: Da Motorräder und Autos verboten sind, müssen die Teilnehmer kreativ werden. Viele radeln oder stapfen durch die Wüste. Eleganter ist dieses motorisierte Surfbrett.
Kein "Burning Man" ohne Feuer: Pyromanen gehören zum Festival. Höhepunkt ist das Abfackeln des "Burning Man", einer riesigen Holzskulptur.
Der "Burning Man" hat längst Kultstatus. Angefangen hat es mit nur 20 Leuten, als Larry Harvey es 1986, wohl aus Liebeskummer, in Baker Beach gründete. Seit 1997 kommen mehr als Zehntausend.
Spuren im Sand: Das Kultfestival stellt die Ökologie in den Vordergrund. Die Teilnehmer sollen keine Spuren hinterlassen. Das ist allein mit der Anreise Zehntausender Menschen schwer zu vereinbaren.
Hauptsache auffallen: Mit schrillen Kostümen, gebastelten Karossen und Wüstensand sieht die Szenerie nach "Mad Max" aus.
Offen für alle? Die günstigsten Tickets kosten 425 Dollar, die teuersten 1200 Dollar. Außerdem sind die Kontingente begrenzt. Daher wird Kritik laut, ob das Festival dem eigenen Anspruch noch gerecht wird.
Der "Burning Man" ist ein hedonistisches Spektakel. Es sollen aber auch gesellschaftliche Ideale nach außen getragen werden.
Am sechsten Tag, den 4. September wird endlich der riesige "Burning Man" abgefackelt. 2012 erreichte die Holzfigur die Rekordhöhe von 32 Metern.