BVB vs. Hertha Zehn Karten, ein Schweizer Held
Vor dem Spiel machten BVB-Fans ihre Position zu den Angriffen auf Fans von RB Leipzig am vergangenen Wochenende deutlich: "Nein zu Gewalt" stand auf Bannern, "Gegen Gewalt" auf Zettel, die die Anhänger hochhielten.
Dann ging es zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC um den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Und da legten die Berlin zunächst dank Salomon Kalou (Mitte, am Boden) vor.
Der Ivorer besorgte in der 27. Minute den umjubelten Führungstreffer für die Gäste.
Mitte der ersten Halbzeit gerieten BVB-Star Ousmane Dembélé und Hertha-Profi Per Skjelbred nach einem Foul des Norwegers aneinander. Skjelbred sah die Gelbe Karte - es war eine von zehn Verwarnungen, die Schiedsrichter Deniz Aytekin aussprach.
Nach der Pause steigerte sich der BVB und kam in 47. Minute zum Ausgleich durch Marco Reus.
Auch nach Reus' Treffer hatten die Dortmunder einige Torchancen - konnten diese jedoch nicht nutzen.
Hertha-Coach Pal Dardai hatte seine Mannschaft allerdings auch gut eingestellt, die Berliner hielten dagegen. So ging es in die Verlängerung.
Schreck für den BVB: Dembélé musste Ende der ersten Hälfte der Verlängerung vom Platz getragen werden. Er konnte später aber weiterspielen. Borussia-Trainer Thomas Tuchel diagnostizierte später einen "Ganzkörper-Krampf".
In der 119. Minute flog BVB-Verteidiger Sokratis vom Platz. Erst hatte er wegen Meckerns die Gelbe Karte bekommen, davon ließ er sich jedoch nicht beruhigen: Gelb-Rot.
Im Elfmeterschießen wurde Dortmunds Keeper Roman Bürki zum Helden. Der Schweizer parierte einen Versuch von Vladimir Darida und war an weiteren Schüssen dran.
Überhaupt gelang den Hertha-Profis vom Punkt nur wenig. Fabian Lustenberger schoss an die Latte, Sami Allagui hatte sehr viel Glück, nachdem Bürki den Ball scheinbar schon pariert hatte, und am Ende schoss Kalou weit über das Tor. Selbst an Alexander Essweins Treffer war Bürki dran.
Der BVB feierte seinen Keeper, im Viertelfinale geht es für den BVB nun gegen den Drittligisten Sportfreunde Lotte.