BVB-Spieler im Zeugenstand "Unglaubliche Angst"
Im Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund hat das Landgericht weitere Fußballer als Zeugen vernommen. Der Angeklagte Sergej W. (Foto) hat die Tat im Prozess vor dem Dortmunder Landgericht bereits gestanden.
Als Zeuge äußerten sich acht Spieler des Vereins, darunter Abwehrmann Lukasz Piszczek.
Mit "unglaublicher Angst" hat Fußballprofi Julian Weigl den Bombenanschlag vor gut einem Jahr erlebt. "Ich habe mich zuerst nicht getraut, aus dem Bus auszusteigen", sagte der 22-Jährige.
Auch Shinji Kagawa sprach vor Gericht: Er habe nach dem Anschlag unter Schlafstörungen und Angstzuständen gelitten. "In den zwei Wochen danach war es sehr schwer", sagte der 29-Jährige.
"Ich werde das mit Sicherheit niemals vergessen, aber ich habe für mich beschlossen, dass das Leben weitergeht", sagte Abwehrspieler Sokratis Papastathopoulos.
Auch sein Teamkollege Christian Pulisic schilderte vor Gericht, wie er die Tat erlebte.
Fußballprofi Nuri Sahin sagte, dass er mit den Erlebnissen vom 11. April 2017 abgeschlossen habe. "Ich habe für mich einen Weg gefunden, damit umzugehen", sagte er.
Mit Tränen in den Augen hat Raphael Guerreiro ausgesagt. "Es ist für mich sehr schwierig, darüber zu sprechen", sagte er.
Auch Roman Bürki sprach an dem Verhandlungstag vor Gericht.