BVB vs. VfB Starker Schieber, Glücksbringer Gentner
Vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart noch in zivil, doch bald soll er auch wieder im Arbeitsdress, sprich im Trikot für Borussia Dortmund für Schlagzeilen sorgen: Jungstar Mario Götze, der unlängst seinen Vertrag bis 2016 verlängert hat und vor dem Spiel mit der Otto-Trophäe als "Athlet des Jahres 2011" ausgezeichnet wurde.
Der BVB begann gegen die Stuttgrater äußerst druckvoll. Besonders Ilkay Gündogan (r.) im Mittelfeld der Dortmunder zeigte eine starke Partie und schaltete sich immer wieder in die Offensive ein. So kamen die Gastgeber zu etlichen guten Chancen, die sie aber zunächst ungenutzt ließen.
Aber auch der VfB blieb gefährlich: In der 19. Minute tauchte Julian Schieber vor dem Dortmunder Tor auf, setzte den Ball aber aus sechs Metern über das Tor.
Es folgte eine Drangphase des Deutschen Meisters: Robert Lewandowski hatte nach einem starken Pass von Gündogan Torwart Sven Ulreich bereits umkurvt, seinen Schuss köpfte aber Verteidiger Georg Niedermeier noch vor dem Tor weg (21.).
Nur zwei Minuten später setzte Kevin Großkreutz (r.) einen Schuss an die Latte (23.). Der VfB konnte sich zu diesem Zeitpunkt kaum aus der eigenen Hälfte befreien.
Glück hatte Dortmund in Person von Roman Weidenfeller (r.): In der 30. Minute ging VfB-Stürmer Vedad Ibisevic im Zweikampf mit dem Torwart zu Boden. Das hätte Elfmeter geben können.
Doch Schiedsrichter Michael Weiner pfiff nicht und ließ sich die Szene anschließend noch einmal von Weidenfeller erklären.
Drei Minuten später war es dann so weit, der BVB erzielte die Führung durch Shinj Kagawa, der sich seit Wochen in bestechender Form befindet.
Mannschaftskollege Marcel Schmelzer (l.) freute sich mit Kagawa, der beste Argumente für seine angestrebte Vertragsverlängerung sammelt.
In der zweiten Hälfte wurde es zunächst nicht besser beim VfB, Jakub Blaszczykowski traf in der 49. Minute zum 2:0.
Eigentlich hätten die Gastgeber das Ergebnis nun beruhigt herunter spielen können, doch Stuttgart wurde anschließend immer stärker und kam sogar zum Anschlusstreffer durch Vedad Ibisevic (71.).
Doch dabei blieb es nicht: Julian Schieber sorgte mit zwei Toren (77./79.) dafür, dass der VfB plötzlich 3:2 vorne lag.
Nun nahm das Spektakel seinen Lauf. Denn Dortmund gelang durch Mats Hummels noch einmal der Ausgleich zum 3:3.
Und es sollte noch dramatischer werden. Dem eingewechselten Ivan Perisic gelang kurz vor dem Ende das 4:3 für den BVB.
Auf der Südtribüne lagen sich die Fans bereits in den Armen, doch dann machte Christian Gentner den Wahnsin perfekt und traf mit der letzten Aktion des Spiels zum Ausgleich.
Anschließend freute er sich ausgelassen über den Schlusspunkt dieses denkwürdigen Fußballabends.