Cancún Gipfel der Aktivisten
Greenpeace-Aktivisten bei einer Aktion am Strand von Cancún: Hier versinken die Wahrzeichen der Welt.
Ihr Tisch war halb im Wasser versunken: Protest der NGO 350.org am Strand von Cancún. Die Gäste an der Tafel sollen für die Teilnehmer des Gipfels stehen.
In der Nähe des Versammlungsorts protestierten auch Mitglieder von Anima Naturalis. "Fleisch ist die Hauptursache für den Klimawandel", heißt es auf ihren Plakaten.
Gefällte Bäume liegen am Rand eines Urwalds in der Amazonas-Region in Brasilien. In Cancún einigten sich die Staaten auf einen besseren Schutz tropischer Wälder.
Tiefe Risse sind im ausgetrockneten Boden der Mangrovensümpfe zu sehen: Die Vereinbarungen von Cancún sehen vor, bis 2020 einen "Grünen Fonds" für arme Länder einzurichten.
Sicherheitskräfte der Vereinten Nationen nehmen den Fotografen Jorge Silva fest. Er hatte zuvor Bilder von der Festnahme einiger Aktivisten gemacht, die im Tagungsgebäude protestiert hatten.
Zur Eröffnung der Ministerberatung redete Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon den Ministern eindringlich ins Gewissen: "Je länger wir zaudern, desto mehr müssen wir zahlen - ökologisch und in Menschenleben", sagte er in seiner ersten Rede vor dem Plenum.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen erntete in Deutschland herbe Kritik für sein Auftreten in Mexiko. Die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, warf ihm vor, unnötig Pessimismus zu verbreiten.
Die mexikanische Außenministerin Patricia Espinosa: Wegen ihres diplomatischen Geschicks wurde sie vom indischen Umweltminister Jairam Ramesh als Göttin bezeichnet. Das Verdienst der 52-Jährigen: Sie hatte den Diplomaten nach tagelangem Gezerre zwei Texte zur Abstimmung vorgelegt. Diese stellten zwar kaum mehr als einen Minimalkompromiss dar, halten aber zumindest die internationale Klimadiplomatie am Leben.
Aktivisten des WWF stellen am Strand von Cancún Kerzen zu einer Weltkugel auf. Umweltverbände kritisieren die mangelnde Verbindlichkeit der Einigungungen, die auf dem Gipfel getroffen wurden.
Ein Aktivist im Eisbärenkostüm am Strand von Cancún: Die Polregionen sind am stärksten vom Klimawandel betroffen. Einer Studie zufolge, die im Dezember in "Nature" erschienen ist, müsste der Temperaturanstieg under 1,25 Grad Celsius bleiben, damit der Eisbär noch eine Überlabenschance hat.
Gibt es noch Hoffnung für die Rettung des Weltklimas? Die Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace sind skeptisch, sie legten das Wort "Hope", in den Sand und fügten ein Fragezeichnen hinzu.