Caravan Salon 2018 Fünf für alle Fälle
Die neuen kompakten Modelle aus dem Hause Karmann. Den Camper Danny auf Basis des Fiat Talento gibt es in zwei Varianten. Der Danny 490 (l.) ist 4,99 Meter lang, und der Danny 530 ist mit einer Fahrzeuglänge von 5,39 Metern immer noch sehr kompakt.
Der Karmann Danny 490 hat ein nach vorne öffnendes Aufstelldach, unter dem sich zwei der vier Schlafplätze befinden. Kleines Manko: die Höhe des Fahrzeugs beträgt 2,06 Meter, wodurch es nur bedingt tiefgaragentauglich ist.
Im Innenraum des Danny befindet sich eine typisch angeordnete Küchenzeile, Schränke mit Lamellentüren sowie ein Herd und ein 40 Liter großer Kompressor-Kühlschrank. Die Sitzbank lässt sich in ein 1,85 Meter langes und knapp 1,20 Meter breites Bett verwandeln.
Im Heck des Danny gibt es noch ein wenig Stauraum für Reisegepäck. Nicht ganz so praktisch: Der Klapptisch und die Leiter, um ins Dachbett zu gelangen, befinden sich auch im Kofferraum. So muss man erst um das ganze Auto herumlaufen, wenn man den Frühstückstisch decken oder unter dem Dach schlafen gehen will.
Der große Bruder Danny 530 hat stattdessen ein nach hinten öffnendes Aufstelldach. Das ändert aber nichts an der Fahrzeughöhe. Mit 2,06 Metern passt auch er in viele Tiefgaragen nicht hinein.
Dafür wartet das größere Modell mit einer kleinen Nasszelle inklusive Waschbecken und Toilette auf. Etwas verwinkelt in der Ecke des Fahrzeugs kann man hier die nötigste tägliche Körperpflege erledigen.
Der Ausbauer Westfalia bietet auf Basis des neuen Nissan NV300 das Modell Michelangelo an. Wenn das Aufstelldach heruntergeklappt ist, ist der Camper exakt zwei Meter hoch. Aber Achtung, mit einer Markise an der Seite passt das Gefährt nicht in jede Tiefgarage.
Statt einer durchgehenden Sitzbank gibt es hinten zwei Einzelsitze. Je nach Konfiguration bietet das Modell aber dennoch bis zu sechs Sitzplätze. Die Küchenzeile ist in Westfalia-Manier robust gestaltet. Das hat seinen Preis: Für den Michelangelo werden mindestens 57.994 Euro (davon 17.600 Euro für den Umbau durch Westfalia) fällig. Dafür ist der Camper dann aber auch nahezu voll ausgestattet.
Ein Klassiker, den es seit nunmehr 32 Jahren auf dem Markt gibt, ist der Ford Nugget. Um im Segment der kompakten Kastenwagen mitreden zu können, hat Ford nun den Nugget Plus im Angebot, der auf dem Transit Custom mit langem Radstand basiert.
Der hinzugewonnene Platz im Innenraum wird auch hier für eine Toilette genutzt, die sich mit einem Rollo abtrennen lässt.
Abgesehen von der Toilette ist Ausbauer Westfalia seinem Grundriss mit der L-förmigen Küche im Heck und ausfaltbarem Dachbett treu geblieben.
Einen besonderen Hingucker zeigt Citroën mit dem Typ H Wildcamp, einem kantigen Retrobus, der an den legendären Citroën HY erinnern soll. Das 5,41 Meter lange Gefährt entspricht im Inneren dem Modell Roadcamp R des Herstellers Pössl. Die Karosserieteile aus Fiberglas sind im Originalfarbton "Beige Gazelle" gehalten. Der Retro-Camper kostet mindestens 68.729 Euro
Ein klassischer VW-Bulli, oder? Falsch! Der rot-weiße Camper kommt vom Hersteller Westfalia und nennt sich Kepler Sixty.
Auch drinnen herrscht purer Retro-Charme. Sitze und Küchenzeile sind ebenfalls in zwei Farben gehalten. Der Sixty steht übrigens auf dem VW T6 mit langem Radstand, was wiederum für viel Platz im Innenraum sorgt.
Glänzende Schriftzüge und weiße Radkappen mit Chromelementen erinnern an die Anfangszeiten des Bulli.
Auch hinten finden sich Anspielungen an die ersten Bulli-Modelle. Die Chromleisten an der C-Säule sind eine Hommage an die Lüftungsschlitze der Modelle, die ihren Motor noch im Heck hatten.
Auch der Autohersteller Renault hat einen kompakten Camper im Angebot. Das Modell Trek 5 hat vier Schlafplätze, eine Küchenzeile und eine Außendusche. Eine umfangreiche Sonderausstattung mit Solarmodul, Zusatzbatterie und Fahrassistenzsystemen lässt das Gefährt in dieser Ausführung 53.280 Euro kosten.
Der etwas unbekanntere Ausbauer Dreamer bietet das Modell Cup Coast auf Basis des Ford Transit Custom an.
In dem 4,97 Meter langen Camper von Dreamer können vier Personen schlafen und bis zu sechs Passagiere reisen. Preis des ausgestellten Modells: 56.130 Euro.
Auch Hersteller Reimo probiert sich im Segment der kompakten Reisemobile aus. Auf Basis des Citroën Space Tourer hat der Ausbauer den Prototyp Trip entwickelt.
Der verschiebbare Tisch kann sowohl innen als auch außen verwendet werden. Klappt man ihn ein, entsteht unten ein 198 mal 85 Zentimeter großes Einzelbett. Unterm Dach gibt es optional ein Bett mit einer Schlaffläche von 200 mal 120 Zentimetern.
Sämtliche Küchen- und Möbelmodule lassen sich komplett ausbauen. So entstehen maximal acht Sitzplätze für die mitreisenden Personen. Wann das Modell in Serie geht, ist noch nicht bekannt.
Auch Hersteller Hymer hat einen Kompakten im Angebot: das Jubiläumsmodell Sydney GT mit einer Länge von 4,96 Metern auf Basis des Fiat Ducato. Im Heck des Fahrzeugs stehen sich Küchen- und Möbelblock mit Schubladen gegenüber. Bei Bedarf wird darüber das Heckbett entfaltet.
Dank Einhängesitz und Doppelsitzbank können bis zu fünf Personen mitreisen - schlafen allerdings nur vier. Der Basispreis beträgt 48.190 Euro.