Care-Pakete - DER SPIEGEL
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Eingeschlossen in Berlin "Es sind doch der Opfer genug"

Erst war die Verzweiflung groß - und dann die Freude. Aus dem hungernden Nachkriegsdeutschland schickte eine Berliner Mutter 1947 einen Hilferuf an eine zufällige Adresse in den USA. Ein paar Wochen später stand ein Paket vor der Tür. Von Sandra Bulling
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Transportexperten: Ein Mann bringt sein Care-Paket nach Hause. Besonders während der Blockade von Berlin wurden die braunen Päckchen dringend in der eingeschlossenen Stadt benötigt. Daher wurde der Transportexperte Generalleutnant William H. Tunner mit der logistischen Planung der Luftbrücke beauftragt. Tunner ließ das Unmögliche Realität werden, er perfektionierte die Luftbrücke soweit, dass die täglich benötigten 3475 Tonnen Kohle und Lebensmittel Berlin erreichten.

Foto: CARE Deutschland / CARE.de
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Weit gereistes Brot: Ein nicht abreißender Strom von Rosinenbombern, im Soldatenjargon liebevoll "Willie" und "Easy", genannt, brachte Brennstoffe, Lebensmittel und Winterkleidung nach Berlin. Care packte Pakete in unterschiedlichen Versionen: solche mit Babynahrung und Babykleidung, andere mit Wollkleidung oder Wolle zum Stricken und Standardpakete mit Corned Beef, Schokolade, Mehl, Zucker, Kaffee und Rosinen.

Foto: CARE
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Überleben aus Paketen: Der Inhalt eines Care-Paketes. Die braunen Päckchen wurden von US-Bürgern gekauft und über die Hilfsorganisation Care nach Europa verschifft, um dort an die notleidende Bevölkerung verteilt zu werden.

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Gemüseanbau zwischen Trümmern: Eine Familie 1947 bei der Gartenarbeit in der Nähe des Brandenburger Tors in Berlin. Nach dem Krieg hatten hier Tausende Berliner ihre Gemüsegärten angelegt. Wer konnte versorgte sich selbst.

Foto: CARE
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Hoffnung in Dosen: Konservendosen, Vitamine, Trockenmilch, Seife, ... Alles wurde im vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Europa benötigt. Aus den USA schickten die Menschen Hilfe und Hoffnung auf eine Zukunft in Frieden in den Paketen der Hilfsorganisation Care.

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Care-Pakete-Ausgabe: Kinder beobachten die Entladung und Verteilung der Care-Pakete im Mai 1949 in Berlin. Gerade die Berliner waren zur Zeit der Blockade des Westteils der Stadt auf die Spenden aus den USA angewiesen.

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Belgische Schulkinder: Die belgische Stadt Haren wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs stark zerstört. Von 500 evakuierten Familien kehrten 475 nach dem Krieg zurück und fanden nur noch Trümmer vor. Diese Kinder freuen sich über die amerikanischen Care-Pakete, die über ihre Schule verteilt wurden. Die Pakete der Hilfsorganisation bedeuteten Nahrung für die nächsten Wochen.

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Aufmerksame Adressaten: Neugierig auf den Inhalt packen zwei Kinder ein Care-Paket aus. Die braunen Päckchen enthielten in erster Linie Lebensmittel, Decken, Medikamente, Vitamine und allerlei Nützliches. manchmal war aber auch etwas Besonderes für die Kinder darin.

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Motivierte Helfer: Junge Männer und Frauen tragen Care-Pakete, die an hilfsbedürftige Familien in Nachkriegsdeutschland geschickt wurden. Die 1945 in den USA gegründete private Hilfsorganisation Care, die diese Hilfe organisierte, ist bis heute weltweit tätig.

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Fäden vom Himmel: Eine Frau näht Kleidung mit Nähzeug aus einem Care-Paket. In den braunen Päckchen vom ehemaligen Kriegsgegner USA bekamen die deutschen in der Nachkriegszeit Lebensmittel, Medikamente, Decken und allerhand nützliches, wie beispielsweise Nähzeug.

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Lichtblick: Kinder beim Auspacken eines Care-Paketes. In der Nachkriegszeit verschiffte die private Organisation Care Hilfspakete an bedürftige Familien in Europa. Für 15 Dollar pro Stück konnten Amerikaner die braunen Pakete kaufen und verschicken lassen.

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Fliegender Nikolaus: Zu Weihnachten hatte sich ein Mitarbeiter von Care zum Pakete entladen verkleidet. Die braunen Pakete brachten den notleidenden Deutschen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur Hilfsgüter sondern auch Hoffnung.

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Zwischen Trümmern: Ein Mann trägt durch die zerstörten Häuser von Berlin sein Care-Paket nach Hause. Mit mehr als 100 Millionen der braunen Päckchen konnte die Hilfsorganisation dazu beitragen, Not und Hunger in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zu lindern.

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Wertvoller Karton: Wie einen Schatz schiebt eine Hausfrau ein Care-Paket unter ihr Bett. Im vom Krieg zerstörten Deutschland hatten viele Menschen alles was sie besaßen verloren und waren froh, auf so viel Hilfsbereitschaft bei ihrem ehemaligen Kriegsgegner zu stoßen.

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Hilfstransport: Männer entladen Care-Pakete in Berlin. Die deutschen Verladehelfer bekamen Zigaretten oder Teile der Care-Pakete für eine schnelle Entladung. Die Piloten der Luftbrücke wurden direkt an der Startbahn versorgt: Mit Kaffee, Snacks und Flugdaten, serviert von den hübschesten Berliner Mädchen. So konnte die Zeit zwischen Landung und Abflug auf 25 Minuten verkürzt werden.

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Hilfspakete: Stolz trägt eine Familie die gerade erhaltenen Care-Pakete nach Hause. Ohne die Hilfe der privaten Organisation hätten in Deutschland sehr viel weniger Menschen die Nachkriegszeit überlebt.

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Begrüßung: Care-Laster werden nach ihrem Eintreffen in Berlin im Mai 1949 von Anwohnern begrüßt. Während der Blockade des Westteils der Stadt durch die Sowjetunion waren die Einwohner auf die über die Luftbrücke gebrachten Hilfsgüter angewiesen.

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Hilfspaket: In den Care-Paketen befanden sich nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch andere dringend benötigte Hilfsmittel. Dieses ist mit Nähzeug gefüllt.

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Straßenkinder: Besonders die Kinder im vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Deutschland hatten es schwer. Sie lebten in Armut, häufig ohne ausrechend Nahrung und Kleidung. Viele von ihnen hatten noch nie ein Leben ohne Krieg kennengelernt.

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Kinderheim: Krankenschwestern füttern Babys mit Lebensmitteln aus Care-Paketen in einem Berliner Kinderheim. Der Zweite Weltkrieg hatte nicht nur Gebäude zerstört, sondern auch Familien. Auch um die Kriegswaisen kümmerte sich Care.

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Hoch zu Paket: Ein kleines Kind sitzt mit der sehnsüchtig erwarteten Schokolade in der Hand auf einem Stapel von Care-Paketen.

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Spenden aus Amerika: Eine Verteilstation für Care-Pakete 1948 in Heidelberg. freiwillige Helfer verteilten die gespendeten Hilfsgüter aus den USA an Bedürftige.

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Gemüse zwischen den Gleisen: Im vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Berlin versuchten viele Menschen sich selbst zu helfen und legten überall in der Stadt kleine Gemüsegärten an. In den aus den USA verschickten Care-Paketen befanden sich häufig neben verpackten Lebensmitteln auch verschiedene Gemüsesamen zum selbst anbauen.

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Stolzer Besitzer: Kinder freuen sich über ihre gerade erhaltenen Care-Pakete. In der Zeit der Blockade von Berlin lieferte Care fast drei Millionen Pakete mit allen lebenswichtigen Gütern über die Luftbrücke.

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Rosinenbomber: Die hintereinander gereihten "Rosinenbomber" wurden mit den Paketen der Hilfsorganisation "Care" beladen und in das auf dem Landweg blockierte Westberlin geflogen. Fünfzehn Monate lang bildeten insgesamt 277.569 Flüge mit Hilfspaketen die Berliner Luftbrücke und versorgten die Menschen in der eingeschlossenen Stadt.

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Überraschungen in Dosen: Kinder packen Lebensmittel aus einem Care-Paket aus. Die dringend benötigten Hilfslieferungen schickte der ehemalige Kriegsgegner USA.

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Inhalt eines Care-Pakets: Wie im Himmel fühlte sich so mancher Deutscher in der Nachkriegszeit, wenn er sein Care-Paket mit Lebensmitteln öffnete. Ein Hungersnot konnte so größenteils vermieden werden.

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Rosinenbomber über Berlin: Im Abstand von nur drei Minuten landeten während der Blockade West-Berlins die amerikanischen Flugzeuge mit Hilfsgütern in der eingeschlossenen Stadt. Die Sowjets versuchten, die Landung der Flugzeuge in Tempelhof mit Flutlichtern und Radiointerferenzen zu stören, wagten jedoch nicht, auf die Flugzeuge zu schießen.

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Familienfeier: Voller Freude packt eine deutsche Familie die Lebensmittel aus ihrem Care-Paket. Die Hilfsorganisation konnte mit dringend benötigten Gütern wie Konserven, Milch, Mehl und Zucker aber auch Decken, Kohle und allerlei Nützlichem das Schlimmste im vom Zweiten Weltkrieg gebeutelten Europa verhindern.

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Verteilstation: Eine Ausgabestelle für Care-Pakete in Deutschland. Erst die vielen Helfer in Deutschland und den USA hatten die Versorgung der notleidenden Bevölkerung möglich gemacht.

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Paketübergabe: Walter Scheel, 1974-1979 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, nahm zu seiner Verabschiedung 1979 ein Care-Paket entgegen.

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Zuhause: Diesem Mann ist offenbar ein Teil seines Hauses in einer vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Stadt geblieben. Wie die allermeisten Deutschen ist auch er auf die Hilfe von Care angewiesen.

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Vater und Tochter Hoerner: Richard Hoerner mit Tochter Sue an ihrem Studienort im Earlham College in Richmond, Indiana.

Foto: Familie Kranz
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Familientreffen in Berlin: Richard Hoerner besuchte Familie Kranz in den Sechzigern in Berlin. Dabei entstand auch dieses Erinnerungsfoto vor dem Hilton Hotel. Von links: Manfred Kranz mit Sohn, Sigrun Kraft (Dolmetscherin), Getrud Kranz, Richard Hoerner, Renate Kranz mit Vater.

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Familientreffen 1972: Familie Kranz mit Ehepaar Hoerner auf dem Berliner Kuhdamm beim zweiten Treffen im Jahr 1972, dem Todesjahr von Care-Paket-Sender Richard Hoerner.

Foto: Familie Kranz
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Ehepaar Hoerner: Richard Hoerner mit seiner Ehefrau im Juni 1966.

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Frau Hoerner und Frau Kranz: Die Familien bei einem Treffen 1972 in Berlin, Frau Hoerner (r.) und Frau Getrud Kranz (2.v. l.) mit Sohn (l.) und Ehemann (M.).

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Kinderbild: Renate Kranz (l.) als Siebenjährige mit ihren beiden Brüdern. Rechts, der gehörlose Manfred Kranz mit neun Jahren.

Foto: Familie Kranz
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