CCS: (Fast) nichts geht mehr - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

CCS (Fast) nichts geht mehr

Es sollte die größte Anlage zur Abtrennung von klimaschädlichem CO2 an einem Kraftwerk werden - doch nun geht sie gar nicht ans Netz. Norwegen hat ein Flagschiffprojekt der Technologie gestoppt. Was taugt das Verfahren überhaupt noch?
1 / 6

CCS-Testanlage im norwegischen Mongstad (Archivbild): Dort sollte als Anhängsel eines neuen Gaskraftwerks die größte CCS-Anlage des Planeten entstehen. Doch die abgewählte Regierung des Sozialdemokraten Jens Stoltenberg, der einst den technischen Aufwand des Projekts mit der Mondlandung gleichgesetzt hatte, beerdigte das Vorhaben - als eine ihrer letzten Amtshandlungen. Das ganze sei einfach zu teuer.

Foto: HELGE HANSEN / Statoil
2 / 6

Kraftwerk Jänschwalde (im August 2010): Lange Zeit galt eine Technologie namens Carbon Capture and Storage, kurz CCS, als Weg, diese besonders schmutzige Form der Stromerzeugung zukunftsfähig zu machen. Die Idee: Das bei der Verbrennung entstehende CO2 wird abgetrennt und auf ewig im Untergrund weggesperrt - auf Kosten von ein paar Prozent beim Wirkungsgrad der Kraftwerke.

Foto: Sean Gallup/ Getty Images
3 / 6

Vattenfall-Testanlage (im Mai 2011): Die Pläne für eine größere Demonstrationsanlage wurden Ende 2011 abgesagt - wegen fehlender juristischer Rahmenbedingungen.

Foto: Bernd Settnik / dpa
4 / 6

Sleipner-Ölfeld (im Juli 2005): Hier wird CCS schon seit langer Zeit genutzt, um die Ausbeute bei der Förderung zu erhöhen. Auch in den USA wird CCS dafür verstärkt eingesetzt.

Foto: DPA/ Hydro
5 / 6

Chinesische Industrieanlagen (in Tianjin, Dezember 2008): In den internationalen Klimaverhandlungen wird CCS oft als möglicher Beitrag der Industrieländer für die Energieversorgungssysteme der Schwellenländer präsentiert. Und tatsächlich hat China als Supermacht der Kohleverstromung inzwischen auch ein Dutzend CCS-Projekte am Start.

Foto: A2800 epa Ryan Tong/ dpa
6 / 6

Protest gegen CO2-Speicherung (im brandenburgischen Beeskow, September 2010): Unter Umweltschützern ist die Technologie umstritten - weil sie das Zeitalter der fossilen Energie womöglich unnötig verlängert. Doch die Kohlenstoffabtrennung hat auch Unterstützer im Öko-Lager.

Foto: Patrick Pleul/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?