Cebit 2013 Highlights und Neuheiten - DER SPIEGEL
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Kurioses und Neues Die Highlights der Cebit 2013

Große Neuheiten gibt es auf der diesjährigen Cebit nicht, aber viele kleine - die oft bemerkenswert sind. Vom billigen China-Tablet mit Retina-Display bis zum Selbstbau-3-D-Drucker findet man viele Innovation und Kuriositäten bei den kleinen Ausstellern.
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Archos 97 Platinum HD: Die französische Firma Archos zeigt auf der Cebit ein Android-Tablet, das typisch für einen aktuellen Trend ist. Mit Quadcore-Prozessor, 9,7-Zoll-Displaydiagonale und einer "mit dem Retina-Display des iPad vergleichbaren Display-Auflösung von 2048 x 1536" Bildpunkten macht es dem Apple-Tablet Konkurrenz. Der Preis liegt mit 300 Euro aber deutlich unter dem entsprechenden iPad. Allerdings ist der Speicher auch nur mit acht Gigabyte bestückt.

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Ployer Momo19 HD: Erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Archos-Tablet weist dieses Modell eines chinesischen Herstellers auf, der mit einer Produktionskapazität von 300.000 Tablets pro Monat für sich wirbt. Es hat dieselbe Auflösung, denselben Prozessor und soll bis zu sieben Stunden auf Akkustrom laufen.

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Leicht zugänglich: Das Ployer Momo19 HD verfügt über die üblichen SB- und Audiobuchsen, ist mit einem Schraubenzieher leicht zu öffnen. Uns wurde das Gerät auf der Cebit zum einem Preis von 160 Dollar (123 Euro) angeboten - mit 16 Gigabyte Speicher.

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Offensive Werbung: Ganz offen verwendet das chinesische Unternehmen in seiner Präsentation den von Apple geprägten Retina-Begriff für sein Display. Beim kurzen Ausprobieren machte das billige Ultra-HD-Gerät einen gut verarbeiteten Eindruck. Das Display gehört zu den besseren seiner Art.

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Überraschungsgast: Microsoft zeigt auf der Cebit erstmals in Deutschland sein Windows-8-Tablet Surface Pro. Wirklich Neues hatte der Konzern über das Gerät aber nicht zu erzählen. Während das Surface RT, mit Windows RT, mittlerweile im Einzelhandel verkauft wird, steht für das Pro-Modell weder ein Einführungsdatum noch ein Preis fest.

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Microsoft Surface Pro: In den USA kostet das Tablet 900 Dollar, in Deutschland dürfte der Preis bei knapp 900 Euro liegen. Von der Grundfläche ist es mit dem Surface RT quasi identisch, aber deutlich dicker. Der Grund ist, dass eher Notebook-Technik und nicht Tablet-Bauteile verbaut werden, so wie der Intel Core-i5-Prozessor.

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Stiftaufnahme: Das Surface Pro wird mit einem Stift ausgeliefert, mit dem man auf dem Bildschirm zeichnen, malen und schreiben kann. Magnete sollen ihn am Gerät festhalten. Beim Kurztest entpuppte sich die Halterung aber als zu schwach, so dass sich der Stylus leicht löste.

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Mikro-Heimserver: Schneller, leichter und billiger man sich einen Netzwerkspeicher nicht anlegen. Trotzdem bietet das neue Modell von Synology alle Funktionen der großen Netzwerkfestplatten. Es kann gemeinsame Laufwerke im Netzwerk bereitstellen, als Medien-, iTunes und Druckerserver dienen. Speicherplatz fügt man dem Gerät einfach hinzu, indem man externe Festplatten per USB anschließt. Ein Preis steht noch nicht fest, das Vorgängermodell kostete 80 Euro.

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Rechenzentrum to go: Der niedersächsische IT-Hersteller Christmann Informationstechnik hebt sich seit Jahren durch besonders kleine Server hervor. Unter dem Titel Skimpy Cloud bietet das Unternehmen jetzt ein komplettes Firmenrechenzentrum zum Mitnehmen an. Gut geschützt in einem Flightcase verpackt stehen drei Rechner mit bis zu 192 GB RAM, bis zu 10 TB Speicher und 20 TB Backup-Speicher bereit, um bis zu 100 virtuelle Computer für die Mitarbeiter zu erzeugen.

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Muss man sich warmhalten: Das Münchner Start-up Tado zeigt in Hannover ein System zum "intelligenten Heizen". In Kombination mit einer Smartphone-App sorgt das an die bestehende Heizung anschließbare System dafür, dass die Heizung automatisch die Temperatur senkt, sobald man das Haus verlässt und die Wohnung selbsttätig wieder aufheizt, wenn man sich auf dem Heimweg befindet. Um bis zu 20 Prozent sollen sich die Heizkosten damit senken lassen. Den Dienst lässt sich die Firma mit 99 Euro pro Jahr bezahlen, die Hardware gibt es kostenlos dazu.

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Saubermann: Schon als Schüler sorgte sich Ridha Azaiz um die Effizienz von Solaranlagen. Richtig viel Strom können die nur erzeugen, wenn sie richtig sauber sind. Also bastelte er einen Automaten, der Solarzellen reinigte - und gewann damit 1999 einen Preis bei "Jugend forscht". Mittlerweile ist aus Azaiz ein Ingenieur geworden, doch an seinem Ziel hält er fest, hat den Automaten von damals zu einem modernen Roboter weiterentwickelt und sucht nach Kunden für seinen Solarbrush, den er zu einem Stückpreis von 2000 bis 3000 Dollar produzieren will.

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Mini-Fabrik: Mit dem Fabbster will die deutsche Sintermask GmbH 3-D-Drucker bezahlbar machen. Etwa 1500 Euro kostet das Gerät, das der Anwender selbst zusammenbauen muss. Genau das ist einer seiner Vorteile, denn so kann man später neue Module, etwa für feinere Druckmethoden oder mehrfarbigen 3-D-Druck, hinzufügen. Neu sind auch die Druckmaterialien. Neben ABS-Plastik stehen auch ein holzähnlicher Kunststoff und ein flexibler Kunststoff bereit, mit denen man biegsame Gegenstände wie beispielsweise Modellreifen drucken kann.

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3D mit Windows: Die chinesische Jiangsu Saintry Runlong Trade Company zeigt auf der Cebit ihren 3-D-Drucker Hofi X1. Anders als bei anderen solchen Geräten erfolgt die Steuerung hier über einen Windows-PC. Bei anderen 3-D-Druckern bekommt man vom Betriebssystem nichts zu sehen.

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Vorzeigbar: Stolz präsentieren die chinesischen Unternehmer Beispiele dessen, was sich mit ihrem 3-D-Drucken alles anstellen lässt. Als besonderes Vorzeigeobjekt haben sie ein Schachspiel aufgebaut, das ganz im Drucker entstanden ist.

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Nicht vorzeigbar: Neben dem Modell einer Doms zeigen die Chinesen auch ein Exponat, über das sich streiten lässt. Unübersehbar prangt über ihrem Messestand das in 3D gedruckte Modell eines erstaunlich realistisch wirkenden Sturmgewehrs.

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