Celtics-Star Garnett Pure Emotion
Am Boden: Elf Jahre stand Kevin Garnett in Diensten der Minnesota Timberwolves. Trotz konstant guter Leistungen des Forwards reichte es nie zum ganz großen Erfolg. Sieben Mal in Folge (von 1996/97 bis 2002/03) scheiterte das Team in der ersten Playoff-Runde. 2004 folgte der Einzug in das Western-Conference-Finale. Hier war gegen die Lakers nach sechs Spielen Schluss. Nach dem Wechsel ...
... zu den Celtics fügte sich Garnett schnell in den neuen Mannschaftskern mit den Co-Superstars Ray Allen (l.) und Paul Pierce (Mitte) ein. Die Rollenverteilung ist klar. Allen schießt von draußen, Pierce ist der Kapitän, Garnett ...
... der emotionale Anführer der Celtics. Vor und während der Spiele schreit der 32-Jährige seine Anspannung immer wieder heraus. Großen Worten ...
... lässt Garnett stets ebensolche Taten folgen. Mit seinen Fähigkeiten in der Defensive (vergangene Saison 9,2 Rebounds und 1,3 Blocks im Schnitt) treibt er seine Gegenspieler regelmäßig zur Verzweiflung. Bei den Teamkollegen ...
... wird der Forward dagegen wegen seiner Spontanität und lockeren Sprüche geschätzt. Eines seiner Rituale ...
... vor jedem Heimspiel hinterlässt die Kommentatoren und Offiziellen am "Scorers-Table" eingestaubt. Garnett reibt sich die Finger gründlich mit Magnesium-Pulver ein und klatscht dann dreimal in die Händer. Ihr technisches Equipment decken die Opfer seiner Streiche sicherheitshalber vor jedem Spiel ab. Unter dem gegnerischen Korb verbreitet der sprunggewaltige ...
... 2,11-Meter-Athlet weniger Spaß als vielmehr Angst und Schrecken. Mit krachenden Dunkings und Finesse bei Hakenwurf und Korbleger kam Garnett in der letzen Saison auf 18,8 Punkte im Schnitt. Auch auf der Bank ...
... hält Garnett seine Emotionen nur selten in Zaum. Gelungene Aktionen der Teamkollegen werden ausgiebig bejubelt, mangelnde Intensität kritisiert. Vor kurzem brachte er Celtics-Nachwuchsspieler Glen "Big Baby" Davis mit harscher Kritik beinahe zum Weinen. Das Ziel des Teams war klar: Der Erfolg ...
... der letzten Saison sollte wiederholt werden. Doch die Celtics scheiterten: Geschwächt durch eine Verletzung Garnetts kam das Aus schon in der zweiten Runde der Playoffs (3:4 gegen Orlando.