Neue Technologien auf der CES Bedienung!
Diese Sitzkiste mit futuristischem Design war im BMW-Zelt auf der CES aufgestellt. Haben wir Sitzkiste geschrieben? Der Hersteller nennt es eine "Skulptur".
Zweck der aufwendigen Hülle war die Demonstration neuer Interieurideen und Bedienkonzepte, BMW nannte das Ganze "i Inside Future".
Einen Motor suchte man hier vergebens, es zählten allein die Erscheinung und die inneren Werte.
Und in dieser Hinsicht hatte BMW was zu bieten: Die beeindruckenste Innovation war das System "Holoactive Touch" - ein berührungsempfindliches Hologramm, das Knöpfe und Schalter überflüssig machen soll.
Tippt man die Projektion mit der Fingerspitze an, ist ein leichter Gegendruck zu spüren.
Dabei werden Ultraschallwellen gebündelt und genau dorthin geleitet, wo der Finger ist. Die Position des Fingers wird über eine Kamera per Gestenerkennung bestimmt. In der Mittelkonsole ist ein Display verbaut, dessen Anzeige in die Luft gespiegelt wird - so entsteht das Hologramm.
Die Demonstration funktionierte problemlos. Doch bis sich Navigationssystem, Radio und Klimaanalage auf diese Weise bedienen lassen, dauert es wohl noch eine Weile - "Holoactive Touch" befindet sich laut BMW noch in der Vorentwicklung.
Dieser Konzeptwagen von Rinspeed wurde auf der CES gezeigt.
Oasis heißt das Zukunftsmobil, das als Blickfang und Anwendungsbeispiel für die Innovationen mehrerer Zulieferer diente. Der Elektronikhersteller Harman lieferte unter anderem ein System, das durch Augenerkennung per Kamera die Gemütsverfassung des Fahrers bestimmen kann. Ist dieser gerade gestresst, werden beispielsweise ankommende Anrufe automatisch geblockt.
In der Front von Oasis ist ein kleines Gärtchen angelegt - auch keine schlechte Entspannungsmethode für gestresste Fahrer.
Dieser Volvo XC 90 diente auf der CES als Demo-Fahrzeug und Teileträger des Zulieferers Autoliv.
In dem Wagen war das Lenkradkonzept zForce verbaut. Es könnte dafür sorgen, dass die Knöpfe und Schalter, die auf dem Armaturenbrett noch zu sehen sind, irgendwann mal verschwinden.
In dem Lenker stecken Infrarotsensoren, die erkennen, wo sich Hand und Finger des Fahrers befinden. Das Volant ist außerdem berührungsempfindlich, so kann der Fahrer verschiedene Funktionen über das Lenkrad bedienen. Über die zwei Touchpads im Lenkradtopf können ebenfalls Menüpunkte ausgewählt werden.
Durch die unterschiedliche Farbgebung kann auf dem Lenkrad angezeigt werden, ob das Auto alleine fahren kann oder der Mensch das Steuer übernehmen muss.
Der Zulieferer Bosch zeigte auf der CES eine Weiterentwicklung der Gestensteuerung.
Das blaue Raster ist in Wirklichkeit nicht zu sehen, es macht auf diesem Bild nur deutlich, wo die Gesten erkannt werden. Tatsächlich ist dieser Bereich zu spüren: In der Mittelkonsole sind Ultraschalllautsprecher verbaut, deren Schallwellen sich ertasten lassen.