Champions League Einer soll's richten
Aufregung vor dem Fußballkracher: Ein Barcelona-Fan zeigt stolz die Flagge seines Clubs. Im Hintergrund kann man die Münchner Arena erkennen.
Flutlicht, Champions League, Gänsehaut: Das Treffen der beiden Giganten FC Bayern und FC Barcelona versprach Fußball vom Feinsten.
Das wollte sich auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß nicht entgehen lassen. Er war trotz der laufenden Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung im Stadion.
Der Präsident bekam dann auch eine packende erste Hälfte zu sehen. Franck Ribéry half oft in der Defensive aus und kümmerte sich um Lionel Messi, dem nicht viel gelang.
Bereits nach wenigen Minuten ging ein Raunen durchs Stadion, als Arjen Robben die erste Großchance für die Bayern vergab.
Besser machte es Thomas Müller, der an diesem Abend überragend spielte - und die Münchner mit einem Kopfball in Führung brachte.
Kollektiver Jubel: Müllers Teamkollegen waren natürlich hocherfreut über den Treffer des Mittelfeldspielers.
Die Münchner erwischten dann auch einen Traumstart in die zweite Hälfte, Mario Gomez nahm nach einer Ecke von Robben, die Müller querlegte, maß...
...und brachte den Ball über die Linie.
Der Angreifer spielte eigentlich nur, weil der etatmäßige erste Stürmer Mario Mandzukic wegen einer Gelbsperre fehlte.
Doch bei allem Jubel: Gomez' Treffer sah stark nach einem Abseitstor aus.
Auch beim Tor von Arjen Robben (links) hatten die Bayern Glück - Müller hatte unmittelbar davor im Strafraum Barcelona-Verteidiger Alba hart geblockt.
Den Bayern war das natürlich egal!
Für den Schlusspunkt sorgte dann der starke Müller. Nach einer Hereingabe von David Alaba musste er den Ball nur noch über die Linie schieben.
Der Mann des Abends: Müller war an allen vier Treffern beteiligt.
Und Barcelona? Von der Übermannschaft der vergangenen Jahre kam nichts mehr. Jordi Alba leistete sich noch einen schwachen Auftritt, als er Robben den Ball ins Gesicht warf. Er sah dafür die Gelbe Karte.
Schwacher Weltfußballer: Lionel Messi hatte nur eine Chance im Spiel - und fiel ansonsten überhaupt nicht auf. Vielleicht war der Argentinier doch noch nicht fit.
Die Münchner stehen nun mit mehr als einem Bein im Finale. Oder gibt es im Rückspiel noch ein Fußballwunder?
Dafür soll er sorgen: Messi. Auf dem Argentinier ruhen nun die Hoffnungen der spanischen Fußballnation.