Diese eine Niederlage Ganz unten
Entsetzen in München: Im Münchner Olympiastadion hatten die Fußballfans vor der Großbildleinwand schon gefeiert, als doch noch die letzten beiden Tore für Manchester fielen.
Pokalträger: Das Champions-League-Finalspiel hatten die Bayern 1999 noch dominiert, den Pokal nahmen dann aber die Spieler von Manchester United mit nach Hause.
Am Boden zerstört: Die Bayern-München-Spieler waren schon gehandicapt aufs Spielfeld getreten, Giovane Elber hatte sich kurz zuvor das Kreuzband gerissen, und Bixente Lizarazu konnte dem Spiel verletzungsbedingt ebenfalls nur von der Tribüne aus folgen - und Teamkollege Carsten Jancker nach der Niederlage Trost spenden.
Siegerkuss: Es war ein großer Moment für Alex Ferguson, den Trainer von Manchester United, als er endlich den Pokal der Champions League in seinen Händen hielt.
Eine große Niederlage: "Sport ist, wenn man wegsteckt und gerade so eine bittere Niederlage als Antriebsfeder nimmt, es das nächste Mal besser zu machen", sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld nach der verheerenden Niederlage und gratulierte artig seinem Gegenüber Alex Ferguson zum Sieg.
Rasenfrust: Eigentlich waren Stefan Effenberg (r.) und Carsten Jancker zu dieser Zeit große Fußballer, aber auch die können nicht immer nur gewinnen.
Enttäuschung: Es war auch eine seiner größten Niederlagen - müde und enttäuscht liegt Bayern-Torwart Oliver Kahn zwischen seinen Teamkollegen Mehmet Scholl (r.) und Michael Tarnat vor seinem Tor. Zwei Bälle hatte er an diesem 26. Mai 1999 hier durchgelassen.
Geschlagene Helden: Nichts und niemand, so schien es, konnte die Bayern stoppen. Mit Spielern wie Lothar Matthäus, Mehmet Scholl, Mario Basler und dem Brasilianer Giovane Elber hatte sich das Team einen großen Vorsprung vor allen Gegnern erkämpft - bis zum Champions-League-Finale 1999 hielten sie sich wohl auch selbst für unbesiegbar.
Strahlende Sieger: Manchester United war der damals reichste und spektakulärste Fußballverein der Welt - mit Stars wie Ryan Giggs und David Beckham waren sie für die meisten anderen Vereine ein gefürchteter Gegner.
Der Jubel des Torwarts: Der dänische Torwart Peter Schmeichel war nur einer der Gründe, die am Ende zwischen dem FC Bayern und dem Sieg standen.
Unerreicht: Mit Borussia Dortmund hatte Ottmar Hitzfeld zwei Jahre zuvor bereits die Champions League gewonnen. Bis er diesen Pokal als Trainer von Bayern München endlich in den Händen halten durfte, musste er allerdings noch bis 2001 warten.
Nach dem Spiel: Bis heute umweht die Niederlage in diesem Finale der Hauch des Irrealen - der Sieg war schon mit den Händen greifbar gewesen und wandelte sich innerhalb von nur 103 Sekunden noch in eine Niederlage.
Torwart am Boden: Torwart Oliver Kahn brauchte zwei Jahre, bis er sich vom Schock dieses Spiels erholt hatte. Im Champions-League-Finale 2001 gegen den FC Valencia hielt er den letzten und entscheidenden Strafstoß des Spiels und gewann so das Spiel für den FC Bayern.
Stützen und Trösten: Die Niederlage an diesem Tag veränderte auch das Spielverhalten der Bayern. Sie wurden zu den "Last Minute Bayern", die nie mehr ein Spiel abhaken sollten, ehe nicht der Schlusspfiff ertönt war.
Trauer und Schmerz: Der aus Ghana stammende Samuel Kouffour war 1999 einer der Stars bei Bayern München - doch auch er hatte die Niederlage nicht verhindern können.
Schwere Niederlage: Niedergeschlagen sitzen und liegen die Bayern-Spieler Samuel Kouffour, Mehmet Scholl, Lothar Mattäus und Thomas Linke auf dem Rasen des Nou-Camp-Stadions in Barcelona, während der Champions-League-Pokal an Manchester United übergeben wird.
Das Tor nach dem Freistoß: In diesem Moment schien der FC Bayern das Match gewonnen zu haben, nach einem Freistoß von Mario Basler schlüpfte der Ball endlich vorbei an dem famosen dänischen Torwart Schmeichel und landet im Netz - 1:0 für die Münchner.
Harter Kampf: Alexander Zickler (l.) und der Engländer Gary Neville in einem spektakulären Kopfball-Duell - den Zuschauern wurde an diesem Tag ein zumindest spannendes Match geboten.
Mann gegen Mann: Zu Beginn des Spiels hatten die Bayern noch das Kommando und brachten die ManU-Spieler schließlich dazu, alle Spielkultur über den Haufen zu werfen und den Ball nur noch nach vorn zu dreschen.
Schlagzeilenträchtig: Die Münchner Presse konnte die Niederlage der Bayern in letzter Minute beim Champions-League-Finalspiel 1999 kaum fassen.