Champions League Der verlorene Sohn wird gefeiert
Die Partie zwischen Benfica und dem FC Bayern war die Champions-League-Premiere für Niko Kovac als Trainer. Vor Beginn sorgte der Coach mit einer Personalentscheidung für eine Überraschung.
Kovac verzichtete in der Startelf auf Thomas Müller. Stattdessen begann der ehemalige Benfica-Spieler Renato Sanches im Mittelfeld neben Javi Martínez und James Rodríguez. Franck Ribéry, Arjen Robben und Robert Lewandowski bildeten das Angriffs-Trio.
Schon in der 10. Minute brachte Lewandowski die Bayern in Führung. Vorangegangen war eine schöne Kombination, an deren Ende David Alaba von links zu Lewandowski passte.
Der Pole ließ seinen Gegenspieler aussteigen und traf gegen den Lauf von Benficas Torwart Odisseas Vlachodimos.
Für Lewandowski war es schon der 46. Treffer in der Champions League. In der Geschichte von Champions League und Europapokal der Landesmeister rückt er damit auf den geteilten zehnten Platz der ewigen Torjägerliste vor. Filippo Inzaghi und Eusébio haben genauso oft getroffen.
Für den Endstand sorgte Heimkehrer Sanches. Der Portugiese vollendete eine Traumkombination der Münchner vom eigenen Strafraum bis vors gegnerische Tor. Die Vorarbeit kam von James, der zuvor von Ribéry bedient worden war.
Nach Sanches' Treffer, in dessen Entstehung er den Ball selbst durchs Mittelfeld getrieben hatte, wurde er vom gesamten Stadion gefeiert. Auch die Benfica-Fans bejubelten den verlorenen Sohn.