Champions League Verpatzt
Der Kapitän ist wieder an Bord: Marcel Schmelzer feierte nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Startelfcomeback und seine Saisonpremiere in der Champions League. Das war aber auch die einzig gute Nachricht für den BVB. Ansonsten erwischten die Dortmunder beim 1:1 in Nikosia einen rabenschwarzen Tag.
In einer kampfbetonten Partie fand Dortmund nie zu dem temporeichen Kombinationsfußball, der das Team von Peter Bosz zu Beginn der Bundesligasaison ausgezeichnet hatte. Die Borussen erspielten sich kaum zwingende Torchancen, sondern verzweifelten an der tief stehenden Abwehr von Apoel.
Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte der Ex-Gladbacher Igor de Camargo, der in der 15. Minute aus kurzer Distanz scheiterte. Dabei verletzte sich de Camargo und musste nach einer halben Stunde ausgewechselt werden. Für ihn kam mit Mickaël Poté ein weiterer Stürmer mit Deutschland-Erfahrung. Von 2011 bis 2014 erzielte Poté 21 Zweitligatore für Dynamo Dresden.
Noch vor der Pause musste Apoel ein zweites Mal verletzungsbedingt wechseln. Torwart Boy Waterman fiel nach einer Klärungsaktion unglücklich auf den Arm und verließ mit schmerzverzerrtem Gesicht das Feld. Er wurde durch Ersatzkeeper Raúl Goudiño ersetzt.
In der 62. Minute geriet der BVB sogar in Rückstand: Der eingewechselte Poté umkurvte Roman Bürki und schob den Ball ins leere Tor.
Vorangegangen waren gleich zwei schwere Fehler von Bürki: Zunächst spielte der Schweizer den Ball Apoel-Mittelfeldspieler Lorenzo Ebecilio in den Fuß, dann ließ er Ebecilios unplatzierten Schuss nach vorne klatschen, sodass Poté abstauben konnte.
Dank eines Kopfballtreffers von Sokratis kam Dortmund zwar zum Ausgleich (67.), für das Weiterkommen dürfte das aber zu wenig sein.
Nach drei Spieltagen hat der BVB nur ein mageres Pünktchen auf dem Konto.