Champions-League-Analyse Warum Juventus an Gladbach verzweifelte
Juventus - Borussia Mönchengladbach 0:0. Ausgerechnet im vermeintlich schwersten Gruppenspiel holt Gladbach seinen ersten Punkt der Champions-League-Saison. Das torlose Remis beim Vorjahresfinalisten Juventus ist aber nicht etwa das Resultat einer wüsten Abwehrschlacht, sondern eines konzentrierten Auftritts der Borussia.
Auffälligster Mann des Abends war Paul Pogba. Nicht nur, weil er die einzigen beiden Schüsse abgab, die Yann Sommer zu Paraden zwangen, sondern weil vor allem der Franzose mit seiner Dynamik immer wieder für Gefahr in der Gladbacher Hälfte sorgte.
Zwei weitere Gründe lassen sich für den Punktgewinn in Turin anführen: Zunächst hatte Álvaro Domínguez nach 41 Minuten Glück, dass er nach seinem Foul an Morata nicht die Rote Karte sah. Referee Craig Thomson hätte diese Schlüsselszene des Spiels ebenso als Notbremse interpretieren können.
VfL Wolfsburg - PSV Eindhoven 2:0 (0:0). Die Niedersachsen fahren ihren zweiten Sieg in der diesjährigen Champions League ein und setzen sich damit an die Spitze der Vorrundengruppe B. Bas Dost ebnete kurz nach der Pause mit seinem Führungstreffer den Weg zu einem verdienten Erfolg.
Auch vor dem gegnerischen Tor agiert Kruse aktuell extrem effektiv: Seinem Treffer im Länderspiel gegen Georgien folgte der Dreierpack gegen Hoffenheim gegen PSV traf Kruse in der 57. Minute zum vorentscheidenden 2:0.
Auch die Wolfsburger begingen in dieser auffällig fairen Partie lediglich neun Fouls. Eines davon führte in der Schlussminute zu einem Strafstoß, den Diego Benaglio aber gegen Jürgen Locadia abwehrte. In der Champions League zählt bei gleicher Punktzahl zunächst der direkte Vergleich, diese Parade könnte sich also noch als extrem wertvoll erweisen.
Dass die Volkswagen Arena auch im zweiten Gruppenspiel nicht ausverkauft war, störte am Ende kaum. 23.375 Zuschauer feierten ihre Elf, die jetzt zunächst in Eindhoven (3.11.) und in Moskau (25.11.) antreten muss, bevor das große Gruppenfinale gegen Manchester United (8.12.) ansteht. Dann ja vielleicht auch vor vollem Haus.