Charly Graf: Das Leben eines Boxers - DER SPIEGEL
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Charly Graf Vom Boxring in den Knast - und zurück

Er war Boxprofi und Rotlichtgröße, Deutscher Meister und Knast-Kumpan des früheren RAF-Terroristen Peter-Jürgen Boock: Das Leben von Charly Graf gleicht einer Achterbahn. Seinen Titel verlor er in einem höchst umstrittenen Kampf. Eine ARD-Doku brachte die Gegner von einst nun wieder zusammen.
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Charly Graf als Kleinkind auf dem Schoß seiner Mutter: Er wuchs in den Benz-Baracken im sozial schwachen Mannheimer Stadtteil Waldhof auf. Eine ARD-Dokumentation widmet sich nun dem Leben des Profiboxers.

Foto: NDR
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Graf, nachdem er einen Gegner niedergeschlagen hat: Schon als 17-Jähriger feierte er sein Debüt als Profi.

Foto: NDR/ Herbert Mehrens
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Mit Freunden 1973 vor den Mannheimer Benzbaracken: Mit dem Ruhm und einer ersten K.o.-Niederlage kam er nicht klar, rutschte ab ins Rotlicht-Milieu.

Foto: NDR
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Graf 1974 in einer Mannheimer Discothek: Er machte sich einen Namen als Geldeintreiber, Türsteher und Zuhälter - und landete schließlich im Gefängnis.

Foto: NDR
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Während einer späteren Haftstrafe wurde er nach Stammheim verlegt - und traf dort auf Peter-Jürgen Boock. Der frühere RAF-Terrorist beeinflusste Graf entscheidend. Der Boxer begann klassische Literatur zu lesen und nahm das Training wieder auf. Noch als Häftling trat er zu ersten Kämpfen an, nach seiner Entlassung wurde er 1985 Deutscher Meister. Hier sind Graf und Boock vor der JVA Stammheim zu sehen.

Foto: NDR
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Graf verlor den Titel 1985 nach einer höchst zweifelhaften Punktniederlage gegen Thomas Classen. Für die Doku "Ein Deutscher Boxer" trafen sich beide Männer nach 27 Jahren wieder.

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Graf zog sich nach dem Ende seiner Laufbahn zunächst zurück. Heute arbeitet er als Sozialarbeiter in Mannheim.

Foto: Armin Himmelrath
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