Chemnitz: Koscheres Restaurant Schalom - DER SPIEGEL
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Jüdisches Restaurant in Chemnitz Alles koscher!

Seit siebzehn Jahren führt Uwe Dziuballa in Chemnitz ein jüdisches Restaurant. Das "Schalom" ist mittlerweile auch international bekannt. So gut lief es allerdings nicht immer.
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Zwischen Chemnitz und Jerusalem: Uwe Dziuballa hat im Jahr 2000 gemeinsam mit seinem Bruder Lars Ariel Dziuballa das koschere Restaurant "Schalom" eröffnet. Die Anfangsjahre als Gastronom in Chemnitz waren nicht leicht. Doch nach einem Umzug des Lokals ist Dziuballa nach eigenen Angaben im "gastronomischen Paradies" angekommen. Die Gasträume schmückt ein großes Wandbild. In leuchtenden Farben werden die Städte Chemnitz und Jerusalem mit einem Davidstern verbunden.

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Am alten Standort kamen regelmäßig Hooligans auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion am "Schalom" vorbei. In dieser Zeit dokumentierte Uwe Dziuballa noch jeden antisemitischen Übergriff auf sein Lokal auf einer Strichliste. Diese Zeiten sind jedoch vorbei.

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Nun liegt das "Schalom" in der belebteren Innenstadt von Chemnitz. Die Gäste kommen nicht nur aus dem Umland, viele sind auch ausländische Touristen. Einmal sei ihm sein eigenes Restaurant am Strand von Tel Aviv empfohlen worden, berichtet Dziuballa.

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Auf die Freude: Weil es immer wieder Lieferengpässe gab, beschlossen die Dziuballas, ihr eigenes Bier herzustellen. Eine Brauerei in der Umgebung ist mit dem Brauprozess betraut. Nach eigenen Angaben ist "Simcha" das erste koschere Pils der Welt. Der Name ist hebräisch und bedeutet auf Deutsch "Freude."

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Chemnitz hieß bis zum Fall der Mauer Karl-Marx-Stadt. Damals zählte die jüdische Gemeinde vor Ort zwölf Mitglieder, mittlerweile sind es fast 600. Die Stadt sei sehr bemüht um ihre Juden, sagte die Vorsitzende der Gemeinde, Ruth Röcher. "Man will uns hier haben."

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Röcher kommt nicht zum Essen ins "Schalom". Sie bemängelt, dass dem Restaurant ein wichtiges rabbinisches Zertifikat fehlt. In einer Sache ist sie sich aber mit Gastronom Dziuballa einig: Beide wünschen sich, dass die Deutschen im Umgang mit Juden ein bisschen gelassener werden.

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