Fotostrecke Mord und Kunst
Chen Chenchen ist ein 31-jähriger chinesischer Konzeptkünstler und Musiker.
Seine Kunstreihe "Mercy of Not Killing" geht auf eine Mordserie zurück: 2004 ermordete ein Student vier Kommilitonen - scheinbar ohne Grund. An chinesischen Unis wird die Tat zum Witz.
Für die Performance "The Mercy of Not Killing 2.0" lässt Chen zehn Fensterputzer an einem 35 Meter hohen Wasserturm in der ostchinesischen Stadt Wuxi baumeln.
Eine Drohne, die über dem Turm schwirrt, filmt das Ganze.
Zum ersten Mal setzt Chen die Idee mit der Performance 2016 im Ming Contemporary Art Museum um. Dort hängt er sich eine Stunde lang an eine Emporenbrüstung.
Er ist mit einem Seil gesichert, aber das sieht das Publikum, das an ihm vorbeiläuft, nicht. Es steht vor der Frage: Helfe ich dem Mann? Oder trete ich ihm auf die Hände und lasse ihn in den Abgrund stürzen?
In einer anderen Performance platziert Chen seinen Kopf in einen Container.
Um nicht zu ertrinken, muss Chen ohne Unterbrechung das Wasser trinken.