Tschernobyls langer Schatten Schwanengesang einer Supermacht
Hält sich die Augen zu: Ein Model vor den Helden der Arbeit der Autofabrik in Minsk. Das weißrussische Regime schwelgt bis heute in Nostalgie für die sowjetische Vergangenheit
Sergey, ein Arbeiter der Minsker Automobilfabrik, mit zwei Frauen. Anders als vermutet, zeigt er sich bei den Aufnahmen schüchtern und zurückhaltend.
Frauen mit einem Helden der Arbeit. Wie damals in der Sowjetunion werden in der Minsker Autofabrik Porträts von beispielhaften Angestellten vor der Fabrik ausgestellt.
Ein Spielplatz in Minsk, typisch für die Post-Sowjet-Ära. Der Junge machte einfach beim Fotoshooting mit.
Auf einer Sowchose außerhalb von Minsk: Die jungen Frauen haben sich von ihrer Vergangenheit distanziert.
Auf einer Sowchose außerhalb von Minsk: Die jungen Frauen haben sich von ihrer Vergangenheit distanziert.
Emanzipiert, hoch gebildet und sinnlich.
Shooting auf der Sowchose: Verführerisch schaut das junge Model in die Kamera.
Eine weißrussische Dorfbewohnerin stellte sich mit ins Bild.
Panorama des Tschernobyler Kraftwerks. Die Menschen kämpfen bis heute mit den Spätfolgen des Reaktorunglücks.
Im Juli 2013 kollabierten zwei Gebäude in Prypjat, seitdem sind diese für Besucher geschlossen. Für diese Aufnahme wurde eine Ausnahme gemacht.
Schwimmhalle in der Stadt Prypjat. Dort lebten viele Arbeiter, die in dem Atomkraftwerk arbeiteten.
Ausblick aus dem Fester eines sonst gesperrten Gebäudes der Stadt Prypjat.
Schulbuch aus der Mittelschule.
Eine Gasmaske und eine alte Kassiermaschine in der Mittelschule.
Die Frauen vor einem Poster der Kommunistischen Partei.
Die Frauen posieren auch in einer Schule, in der eine Gasmaske hängt.
Der Vergnügungspark wurde wenige Tage vor der Atomkatastrophe eröffnet. Das Riesenrad ist zum Symbol für die Sperrzone von Tschernobyl geworden.
Bruch mit der Vergangenheit: ein marodes Bürogebäude als Kulisse.
Illegale Siedlerin im Sperrgebiet und die Großtante eines der Models: Einmal pro Woche werden die Anwohner mit Lebensmitteln versorgt. Im Winter sind die Menschen hier auf sich allein gestellt.
Der Fotograf Marc Erwin Babej: Seine Serie über die sogenannten Chernogirls setzt er fort.