Chevrolet EV1 Einfach den Stecker rausgezogen
Chevrolet EV1: Ein Unikum der Automobilgeschichte ist derzeit im Museum Autovision in Altlußheim ausgestellt - einer der wenigen Chevrolet EV1, die das Massaker an dem einst wegweisenden Elektroauto überlebt haben.
Neuer Anlauf: Der Chevrolet EV1 (links) wurde von General Motors abrupt wieder eingestampft, der Chevrolet Volt (rechts), ein Elektroauto mit Benzinmotor als Range-Extender, soll noch in diesem Jahr in den USA auf den Markt kommen und ab 2011 als Opel Ampera auch in Europa angeboten werden. Plötzlich also ist das Elektroauto aus dem GM-Konzern wieder da und wird als Retter gefeiert.
Unter der Haube: Der Elektromotor unter der Fronthaube leistet 139 PS und beschleunigt den rund 1,3 Tonnen schweren EV1 auf bis zu 129 km/h.
Durchblick: Diese Röntgenzeichnung des Chevrolet EV1 zeigt die Anordnung der wesentlichen technischen Komponenten. In der ersten Serie war das Auto mit Bleibatterien als Stromspeicher ausgestattet, später wurden Nickel-Metall-Hydrid-Akkus eingebaut.
Grauschleier: Der Innenraum des Chevrolet EV1 wirkt komplett humorlos und ist frei von jeder Eleganz. Aber so stellten sich die Designer mitte der neunziger Jahre offenbar ein Zukunftsmobil vor.
Schaltzentrale: In der Mittelkonsole sind alle Bedienelemente rund um den zentralen Schaltknüppel versammelt. Das ist eine recht originelle und dabei noch einigermaßen übersichtliche Art, im Cockpit einmal ordentlich aufzuräumen.
Spezieller Hinweis: Verschrotten bitte nur unter Aufsicht...Das war bereits das Schicksal der allermeisten anderen EV1-Exemplare. Dieses Modell jedoch dürfte als eines der letzten verbliebenen Autos aus der Baureihe noch eine lange Zukunft vor sich haben.
Zusammengedrückt: Wie eine Tube, die schon etwas ausgedrückt wurde, sieht die Karosserie aus dieser Perspektive aus. Die Aerodynamik des Elektroautos ist übrigens mit einem cW-Wert von 0,195 noch heute ein Bestwert unter Serienautos.
Damit das klar ist: EV1 Electric - so hieß der Wagen, von dem zwischen 1996 und 1999 insgesamt 1117 Exemplare gebaut wurden, mit vollem Namen.
Bitte nur schieben: Horst Schultz, Direktor des Museums Autovision in Altlußheim, hilft mit, um den Chevrolet EV1 für ein paar Fotoaufnahmen aus dem Gebäude ins Freie zu schieben. Das Auto zu fahren, ist nämlich von General Motors strengstens untersagt.