Chevrolet Volt wird eingestellt - DER SPIEGEL
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Chevrolet Volt wird eingestellt Aufstieg und Fall eines Elektroautos

Strom statt Achtzylinder: Der Chevrolet Volt sollte General Motors zum Vorreiter der Elektromobilität machen. Zwei Chancen hat der US-Hersteller verpasst, eine dritte wird es nicht mehr geben - ein automobiler Nachruf.
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"Ich bin elektrisch" - US-Hersteller General Motors präsentierte den Chevrolet Volt wie ein technologisches Coming-out. Der Wagen sollte den Aufbruch ins Zeitalter der Elektromobilität markieren. Nach zwei Generationen und neun Jahren Bauzeit ist von dieser Euphorie allerdings nicht mehr viel übrig.

Foto: GM
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Einem Sparprogramm von sechs Milliarden Dollar fallen bei GM rund 15.000 Arbeitsplätze zum Opfer. Auch fünf Modelle des Herstellers müssen dem Sparplan weichen. Darunter der einstige Hoffnungsträger Volt, der in Deutschland unter der Bezeichnung Ampera verkauft wurde.

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Bei seiner Markteinführung 2010 sorgte der Plug-in-Hybrid für großes Aufsehen: zwei Elektromotoren mit 150 und 75 PS, ein Lithium-Ionen-Akku mit 17,1 Kilowatt Kapazität und ein 1,4-Liter-Benzinmotor mit 86 PS - das war für GM eine kleine Revolution.

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GM stieg mit dem Chevrolet Volt in die Elektroauto-Avantgarde auf. Neben dem Mitsubishi i-Miev und dem Nissan Leaf war der Volt 2010 das einzige in Großserie produzierte E-Auto.

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GM bewarb den Volt als Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerung, das unter besten Bedingungen immerhin 56 Kilometer rein elektrisch fahren konnte. Dabei konnte der Fahrer per Knopfdruck entscheiden, wann der Elektromotor und wann der Verbrenner für Vortrieb sorgt.

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In Kombination mit dem Range Extender in Form des 1,4-Liter-Motors mit 86 PS brachte es der Volt auf eine Reichweite von 500 Kilometern.

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Die Erwartungen an das Elektroauto waren hoch, und GM kalkulierte mit 45.000 verkauften Autos pro Jahr. Ein Trugschluss, wie sich später herausstellte. Nach neun Jahren hatte sich der Bolt in zwei Generationen gerade einmal rund 157.000 Mal verkauft. Das sind im Schnitt nur 17.500 Autos im Jahr.

Foto: � Rebecca Cook / Reuters/ Reuters
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Obwohl der damalige Präsident Barack Obama das Elektroauto höchstpersönlich aus der GM-Fabrik Hamtramck in Michigan steuerte, wurde der Stromer zum Ladenhüter. Das Auto mit einem Preis ab 39.700 Dollar war schlicht zu teuer. Größere und sparsame Alternativen mit Verbrennungsmotor gab es viele.

Foto: JOHN F. MARTIN/ AFP
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In Deutschland wurde der Volt von der damaligen GM-Tochter Opel unter dem Namen Ampera vertrieben. Beide Modelle waren technisch identisch ausgestattet.

Foto: Opel/ dpa
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Auf der North American International Auto Show in Detroit stellte GM-Chefin Mary Barra die zweite Generation des Elektroautos vor.

Foto: Rebecca Cook / REUTERS
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Das Auto hatte sich technisch weiterentwickelt und bot unter anderem eine größere elektrische Reichweite.

Foto: Chevrolet
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Das Interieur wurde komplett überarbeitet. Dennoch verkaufte sich auch die zweite Generation nur schleppend. Sowohl als Chevrolet Volt in den USA, als auch als Opel Ampera E in Deutschland.

Foto: Chevrolet
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