Meteoriten-Katastrophe Der große Einschlag von Chicxulub
So stellt sich ein Künstler den Impakt vor: Ungefähr 14 Kilometer groß soll der Meteorit gewesen sein, dessen Einschlag vor 66 Millionen Jahren das Leben auf der Erde radikal veränderte. Drei Viertel aller Arten auf dem Planeten überlebten den Einschlag nicht.
Von der Katastrophe zeugt ein gigantischer Krater mit einem Durchmesser von etwa 200 Kilometern. Dieser liegt teils unter Wasser und unter jüngeren Sedimentgesteinen verborgen, weshalb er nicht zu sehen ist. Erst 1991 wurde seine Lage entdeckt, gezielte Bohrungen gab es in den Neunzigern und im Jahr 2002. Doch viele Fragen zum Chicxulub-Krater blieben offen.
So sieht die Einschlagsregion vor der Küste von Mexiko heute aus. Das Foto stammt vom Esa-Astronauten Tim Peake. Er hat es von der Internationalen Raumstation aus gemacht.
Von dieser Plattform im Golf von Mexiko bohrten Forscher den Krater im vergangenen Jahr an. Gebohrt wurde bis in eine Tiefe von 1335 Metern unter dem Meeresboden, an einem ganz besonderen Ort nahe der Kratermitte, am sogenannten Peak-Ring.
Der Einschlagsort des Meteoriten im flachen Wasser am Rand einer Kontinentalplatte war besonders fatal. Dort gab es besonders viel Anhydrid-Gestein, aus dem sich der Schwefel lösen konnte. Dieser verdunkelte über Jahre die Erdatmosphäre. Diese Grafik stammt aus einer früheren Studie, sie zeigt die damalige Lage des Einschlagsorte. Ein Impakt in orange markierten Gebieten wäre ähnlich verheerend gewesen.
Diese künstlerische Darstellung zeigt den Anflug eines Asteroiden auf die Erde. Dass die meistens Impaktkrater längst nicht mehr zu sehen sind, hat mit den Kräften der Erosion zu tun.