Chile nach Spanien-Sieg Geheim war gestern
Es gibt sehr wenige Momente im Spiel der chilenischen Mannschaft, in denen nicht gerannt wird. Einer: die Nationalhymne. Trainer Jorge Sampaio schaut hier als Argentinier schon auf das Match.
Zwischen der Hymne und diesem Bild liegen wenige Stunden. In Santiago, der Hauptstadt Chiles, feiern Tausende den Achtelfinal-Einzug ihres Teams.
Die Spieler freuen sich ungefähr zur gleichen Zeit über den Sieg gegen Spanien, schauen aber auch schon nach vorne.
"Ein gigantischer Schritt, aber wir müssen weiter von Partie zu Partie denken", sagt Arturo Vidal (M.), Chiles Kopf und Herz auf dem Spielfeld.
Der Anfang: Stürmer Eduardo Vargas schließt eine beeindruckende Kombination nach Ballgewinn im Mittelfeld zum 1:0 ab.
Der Mann vom FC Valencia rutschte auf den Knien über den Rasen des Estádio do Maracanã in Rio de Janeiro.
Mauricio Isla (l.) feierte den Torschützen mit einem beherzten Tritt in den Allerwertesten.
Doch nicht vor dieser Aktion, noch vor irgendetwas anderem muss sich Isla, der bei Juventus Turin unter Vertrag ist, verstecken.
Chiles Trainer Sampaoli ist auch im Jubel einer der extrovertierteren Teilnehmer bei dieser WM.
Er ist in seiner Verrücktheit das Vorbild des Teams: Ihre Spielweise wird auch "selbstmörderisch" genannt.
Und die Spieler - hier Eduardo Vargas - danken es Jorge Sampaoli.
Auch zwischen den Pfosten ist Chile erstklassig besetzt: Spanische Medien berichten, Claudio Bravos' Wechsel zum FC Barcelona sei perfekt.
Wohin der Weg der Chilenen geht, ist für viele Experten jetzt schon klar. Gonzalo Jara zeigt es an: definitiv nach oben.