China-Blog: Essen wie im Dschungelcamp - DER SPIEGEL
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Food-Market in Peking Essen wie im Dschungelcamp

Skorpione auf Spießen, graue Fleischlappen mit Noppen, Mini-Vögelchen kross gebraten: Speisekarten und Straßenmärkte in China bieten allerhand Skurriles. Vor allem ein an Gemüse gewöhnter deutscher Magen tut sich da schon mal schwer.
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Ein Must See in Peking: Die Wangfujing-Snack-Straße im Zentrum der Stadt lockt Touristen und Einheimische an.

Foto: Simone Utler
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Wortgewaltig wie die Koberer auf der Reeperbahn holt dieser Mann Kunden in sein Restaurant. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist so mancher Gast froh, sich ein wenig aufwärmen zu können.

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Eigentlich kommt man aber wegen der Snack-Stände auf den Wangfujing-Markt. Hier gibt es alle erdenklichen chinesischen Leckereien.

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Schnecken und...

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... erwärmter Bubble Tea sind die harmloseren Snacks im Angebot.

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Das Highlight des Abends: die sogenannten Teufelsbärte. Die Teigspeisen sind zwar so trocken und puderig, dass sie beim Essen den Mund verkleben und ein Sprechen unmöglich machen. Aber sie sind extrem lecker - und fleischfrei.

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Dong Bo ließ es sich nicht nehmen, mit seinem Gast die Wangfujing-Straße zu besuchen.

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Nur besonders Hartgesottene wagen sich an Skorpion oder Seepferdchen heran. Erst auf den zweiten Blick nimmt man wahr, dass die Skorpione noch leben. Sie bewegen ihre Füßchen - bis sie ins heiße Fett geworfen werden.

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Das riecht genau so, wie es aussieht: ekelig. Fermentierter Tofu fehlt in kaum einer typischen Pekinger Snack-Straße.

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Diese Frau bietet kleine Vögelchen am Spieß.

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Ihm schmeckt's! Dong Bo mit einer Schale eines Fleischgerichts, das er nicht eindeutig benennen kann, aber als sehr lecker einstuft.

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Bos erster Aussage zufolge handelt es sich um Kuhmagen. Später hält er auch Lunge für möglich. Die noppenartige Struktur des Fleisches lässt aber eher auf Variante 1 schließen.

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Die Händler von Wangfujing bieten auch ein großes Spektrum an Meerestieren.

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Während es auf anderen Nachtmärkten in Peking oft nur Stände gibt, bietet Wangfujing auch eine ganze Straße mit kleinen Restaurants. Im Sommer lässt sich hier trefflich draußen sitzen - im Winter verzichten die Kunden gern darauf.

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In China wird alles frittiert: sogar Eis. Bei dieser Süßspeise handelt es sich um eine sehr gewöhnungsbedürftige Kombination aus Toast, Ei-Schnee und Pistazieneis, die kurz in heißes Öl geworfen und dann mit einer Cocktailkirsche verziert wird.

Foto: Dong Bo
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?