China Das dreckige Wachstum
Kohlehaufen vor einem Kraftwerk und einer Stahlfabrik in der chinesischen Provinz Gansu: Die Luftverschmutzung hat im Zuge des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas stark zugenommen. Auch die Treibhausgasemissionen steigen. China liege nun mit den USA gleichauf, gab die chinesische Regierung erstmals zu. Damit ist klar: Bei den Wachstumsraten wird das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land bald die Nummer eins der Klimasünder sein.
Lanzhou: Regelmäßig landet die Stadt in der Mitte Chinas unter den 30 schmutzigsten Städten der Welt.
Chinesisches Kraftwerk, Radfahrerin: Der Volksrepublik fällt es schwer, den Klimagasausstoß unter Kontrolle zu bekommen. Das Land sei nach wie vor stark von Kohle abhängig, hieß es von Regierungsseite.
Versmogt: Der Gelbe Fluss bahnt sich durch die Millionenstadt.
Müllsammler: Überall in den Großstädten streifen Müllsammler umher auf der Suche nach verwertbarem Abfall.
Wertvoller Müll: Ganze Höfe sind in Chinas Armutsvierteln mit Müll vollgestopft auch in Lanzhou. Das Geschäft mit dem Abfall boomt: Verwertbar heißt Plastik, Kartons, Glas und Metall - also alles, was sie an Recyclingfirmen oder einen Zwischenhändler weiter verkaufen können.
Müllsammeln lohnt sich, die Natur profitiert. Die Chinesen sind im Alltag recht umweltfreundlich. Der Wunsch nach Wohlstand und Mobilität lässt dennoch den CO2-Ausstoß des Landes unnachgiebig ansteigen.
Umweltfreundlich im Kleinen: Bei einem Blick über die Hochhäuser Lanzhous fallen die vielen Solaranlagen auf, mit denen die Dächer bedeckt sind. Sie sparen Stromkosten.