China und Afrika - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Chinesen in Addis Abeba Stockbetten und Hefeklöße

Chinesen ziehen in Afrika gigantische Bauwerke hoch - so wie das neue Nationalstadion in Addis Abeba. Xu Dingqiang, 47, baut daran mit. Er arbeitet pro Tag zehn Stunden und schläft in einer Baracke. Wie geht es ihm so fern der Heimat?
1 / 17

Früh morgens in Addis Abeba: Ein Kran ragt neben dem neuen Nationalstadion in den Sonnenaufgang.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
2 / 17

Die China State Construction Engineering Company, kurz CSCEC, baut in der äthiopischen Hauptstadt ein Fußballstadion für 60.000 Zuschauer.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
3 / 17

Die Baustelle liegt in der Innenstadt von Addis Abeba. Ein Zaun schirmt das riesige Areal vom Verkehrschaos der Metropole ab.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
4 / 17

CSCEC ist einer der größten Baukonzerne weltweit. Seit drei Jahren laufen die Arbeiten an dem künftigen Adey-Abeba-Stadion.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
5 / 17

Xu Dingqiang ist dort für die Elektro- und Sanitärinstallationen zuständig.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
6 / 17

Der 47-Jährige kommt aus der chinesischen Provinz Jiangsu. Den Job in Äthiopien nahm er vor allem wegen des Geldes an: In Afrika verdient er rund doppelt so viel wie zu Hause.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
7 / 17

Dafür nimmt Lyu die Trennung von seiner Familie in Kauf - und verzichtet auf Komfort.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
8 / 17

Die chinesischen Arbeiter leben in Addis Abeba in Baracken aus Beton und Kunststoffpaneelen.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
9 / 17

Die Küche und Kantine sowie der Aufenthaltsraum befinden sich in diesem Flachbau, an dem bereits der Verfall nagt.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
10 / 17

Die Wände im Frühstücksraum durchziehen Risse, der Boden ist schmutzig und die Einrichtung lieblos. Täglich auf dem Speiseplan: Mantou - chinesische Hefeklöße.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
11 / 17

Sanitärchef Xu hat Glück, dass er dank seiner Leitungsposition immerhin ein Einzelzimmer beziehen durfte, in dem auch Platz für einen Schreibtisch ist.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
12 / 17

In den Zimmern der Arbeiter von niedrigerem Rang schlafen vier bis acht Männer in metallenen Stockbetten.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
13 / 17

Die meisten chinesischen Arbeiter verlassen nur selten das Stadiongelände. Doch Xu sagt, ihn störe das nicht. "Wir sind nur hier, um zu arbeiten", sagt er.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
14 / 17

Auf der Baustelle arbeiten bis zu 200 Chinesen und mindestens dreimal so viele Äthiopier gleichzeitig. Die Männer bilden Teams: Ein Chinese weist mehrere Äthiopier an.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
15 / 17

Abdullah Abdulrahman, 18, verfugt in einem Waschraum des Stadions Fliesen und freut sich über die Möglichkeit, etwas zu lernen und zu verdienen. Er kommt vom Land und hat vor einigen Monaten am Stahltor des Stadions nach Arbeit gefragt, so wie die meisten Einheimischen, die hier mithelfen.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
16 / 17

Doch das Miteinander läuft nicht immer konfliktfrei. Die meisten Äthiopier brächten praktisch keine handwerklichen Qualifikationen mit und es sei mühsam und aufwendig, sie für den Job fitzumachen, sagt Baustellenleiter Chen Yu.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
17 / 17

Wann das Stadion fertig ist, ist ungewiss. Das gigantische Bauprojekt wirkt wie verschwenderische Symbolpolitik. Die äthiopische Regierung habe es in Auftrag gegeben und man hinterfrage ihre Gründe nicht, heißt es dazu vom chinesischen Management.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?