Chinesische E-Auto-Offensive Standards aus Fernost
Elektroautos aus China: Die chinesische Regierung stellt umgerechnet rund 11,7 Milliarden Euro zur Verfügung, um die Entwicklung von Elektroautos und die für ihren Betrieb notwendige Infrastruktur in den kommenden zehn Jahren zu fördern. Der chinesische Hersteller BYD, ein Kooperationspartner von Daimler, stellte im Frühjahr beim Autosalon in Genf bereits ein rein elektrisch betriebenes Auto vor, das Modell E6 mit Lithium-Eisenphosphat-Batterie.
Ringen um die Standards: Welche Stecker? Welche Stromstärke? Welche Ladesteuerung? Das sind nur einige der Fragen, über die sich Automobilhersteller einigen müssen, wenn künftig massenhaft Elektroautos auf den Straßen unterwegs sein und deren Akkus zügig und komplikationslos wieder aufgeladen werden sollen.
Deutsche E-Auto-Initiative: Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Gipfeltreffen zum Thema Elektromobilität Anfang Mai 2010 in Berlin. Es gibt wohlklingende Absichtserklärungen, dass die Elektromobilität zügig in Deutschland verbreitet werden soll; und es gibt ein Förderpaket des Bundes von insgesamt 500 Millionen Euro zur Entwicklung der dafür nötigen Technologien.
Smart Fortwo ED: Smart, die Kleinstwagenmarke des Daimler-Konzerns, will ab 2012 den Smart Fortwo mit elektrischem Antrieb verkaufen. Testflotten mit der entsprechenden Technik sind bereits unterwegs.
Opel Ampera: Ende 2011, so heißt es derzeit in Rüsselsheim, soll der Opel Ampera auf den Markt kommen. Das Elektroauto ist technisch ein Zwilling des Chevrolet Volt. Der Wagen fährt elektrisch. Sobald die Batterieladung zur Neige geht, springt ein Benziner an, der als Generator fungiert und während der Fahrt Strom produziert, so dass die Reichweite des Autos erheblich vergrößert wird, ehe es wieder an eine Steckdose muss.
Nissan Leaf: Das Elektroauto Nissan Leaf kann in den USA bereits bestellt werden - zum Preis von 32.780 Dollar, doch aufgrund eines Steuerrabatts für emissionsfreie Autos von 7500 Dollar ist der Wagen real wesentlich günstiger zu haben. Ausgeliefert werden die ersten Modelle ab Anfang 2011. Ab 2012 soll der Elektro-Kompaktwagen auch in den USA im Nissan-Werk in Tennessee gebaut werden.