Chinesischer Film in Cannes - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

"A Touch of Sin" Chinas blutiger Beitrag zum Filmfestival in Cannes

Jia Zhangke wagt, was in China kaum toleriert wird: In seinem Wettbewerbsbeitrag "A Touch of Sin" prangert der Filmemacher die sozialen Ungleichheiten in der Volksrepublik schonungslos an. Sein Episodendrama basiert auf wahren Begebenheiten.
1 / 6

Szene aus "A Touch of Sin": Jiang Wu spielt den alternden Kohleminenarbeiter Dahai, der aus Wut über korrpute Bonzen mit der Schrotflinte loszieht, um kurzen Prozess zu machen.

Foto: Festival De Cannes
2 / 6

Brutalität im chinesischen Wettbewerbsbeitrag: In schonungsloser Offenheit zeigt Jia den Aufstand einfacher Arbeiter. Besonders pikant ist, dass die Episoden auf wahren Begebenheiten beruhen.

Foto: Festival De Cannes
3 / 6

Jia Zhangke wagt sich mit seinem Film aus der Deckung: Beim Festival in Cannes berichtete der Regisseur, "A Touch of Sin" sei in der beim Wettbewerb gezeigten Fassung von der chinesischen Zensur abgenickt worden.

Foto: Festival De Cannes
4 / 6

Darstellungen sozialer Probleme sind im chinesischen Kino eine Seltenheit. Ungewöhnlich ist auch, dass Jia mit der Darstellung von Gewalt an der Zensur vorbeikam.

Foto: Festival De Cannes
5 / 6

Regisseur Jia: Der Filmemacher gibt sich unbeugsam gegenüber der chinesischen Kulturaufsicht. "Ich will meinen Impulsen folgen und die Geschichten erzählen, die ich als wichtig empfinde", sagte er dem "Hollywood Reporter".

Foto: Festival De Cannes
6 / 6

Jia mit Darstellern bei der Premiere in Cannes: "A Touch of Sin" gilt neben dem Familiendrama "Le passé" von Asghar Farhadis als Favorit für eine Goldene Palme.

Foto: Vittorio Zunino Celotto/ Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?