"A Touch of Sin" Chinas blutiger Beitrag zum Filmfestival in Cannes
Szene aus "A Touch of Sin": Jiang Wu spielt den alternden Kohleminenarbeiter Dahai, der aus Wut über korrpute Bonzen mit der Schrotflinte loszieht, um kurzen Prozess zu machen.
Brutalität im chinesischen Wettbewerbsbeitrag: In schonungsloser Offenheit zeigt Jia den Aufstand einfacher Arbeiter. Besonders pikant ist, dass die Episoden auf wahren Begebenheiten beruhen.
Jia Zhangke wagt sich mit seinem Film aus der Deckung: Beim Festival in Cannes berichtete der Regisseur, "A Touch of Sin" sei in der beim Wettbewerb gezeigten Fassung von der chinesischen Zensur abgenickt worden.
Darstellungen sozialer Probleme sind im chinesischen Kino eine Seltenheit. Ungewöhnlich ist auch, dass Jia mit der Darstellung von Gewalt an der Zensur vorbeikam.
Regisseur Jia: Der Filmemacher gibt sich unbeugsam gegenüber der chinesischen Kulturaufsicht. "Ich will meinen Impulsen folgen und die Geschichten erzählen, die ich als wichtig empfinde", sagte er dem "Hollywood Reporter".
Jia mit Darstellern bei der Premiere in Cannes: "A Touch of Sin" gilt neben dem Familiendrama "Le passé" von Asghar Farhadis als Favorit für eine Goldene Palme.