Chris Cornell Pionier des Grunge
Chris Cornell ist tot. Der Sänger von Soundgarden und Audioslave starb im Alter von 52 Jahren überraschend in Detroit - nur wenige Stunden nach einem Konzert.
Mit dem Album "Superunknown" gelang der Band der Durchbruch. Auf der Platte waren auch zwei der bekanntesten Soundgarden-Songs vertreten: "Black Hole Sun" und "Spoonman".
Elfmal war Cornell insgesamt für einen Grammy nominiert - als Solokünstler sowie mit seinen Bands Soundgarden und Audioslave. Er gewann drei. Für das Musikvideo zu "Black Hole Sun" wurde Soundgarden mit dem MTV Video Music Award für das beste Rockvideo ausgezeichnet.
Doch es sollte nicht ewig währen: 1997 löste sich die Band auf - interne Streitereien sollen der Grund gewesen sein. Cornell begann eine Solo-Karriere und veröffentlichte das Album "Euphoria Morning".
Die Arbeit an einem zweiten Solo-Album unterbrach er um 2001 mit den verbliebenen Mitgliedern von Rage Against The Machine die Band Audioslave zu gründen. Produzent Rick Rubin machte die Musiker von Rage auf Cornell aufmerksam.
In einer Liste der besten Lead-Sänger aller Zeiten, die im amerikanischen Musikmagazin Rolling Stone erschienen ist, belegte Cornell den neunen Platz. Er war ein Bariton, der hoch wie ein Tenor singen konnte. Seine Stimme umfasste vier Oktaven.
Während seiner Zeit bei Audioslave gab es Gerüchte, dass Cornell sich in einer Drogenentzugsklinik hätte einweisen lassen. Der Sänger bestätigte das später und erklärte, dass er sich zu der Zeit in einer "schrecklichen persönlichen Krise" befunden hätte. Seit dem soll er clean gewesen sein.
Audioslave löste sich 2007 auf, es folgten zwei weitere Solo-Platten von Cornell. 2010 schloss sich schließlich Soundgarden wieder zusammen und tourte durch Nordamerika. 2012 brachten sie das Album "King Animal" heraus.
Neben der Musik engagierte sich Cornell auch für wohltätige Zwecke. Er gründete die Chris and Vicky Cornell Foundation um Kindern zu helfen, die von Armut, Musshandlung und Obdachlosigkeit bedroht sind.
Cornell starb nur wenige Stunden nach einem Konzert in Detroit. Als nächstes sollte die Band in Columbus, Maryland, Denver und Houston spielen. Cornell war zweimal verheiratet. Er hinterlässt drei Kinder.