Christian Heidel bei Schalke 04: Das schwere zweite Jahr - DER SPIEGEL
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Schalke 04 Heidels schweres zweites Jahr

Die Anfangseuphorie ist verflogen, der FC Schalke unter Markus Weinzierl weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Christian Heidel setzt im zweiten Versuch auf einen Trainer-Newcomer - nicht zum ersten Mal.
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Im Sommer 2016 trat Christian Heidel beim FC Schalke die Nachfolge von Horst Heldt als Vorstand Sport und Kommunikation an. Mit Heidel kam auch - mal wieder - ein neuer Trainer. Der Erfolg blieb aber aus.

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Markus Weinzierl startete mit fünf Niederlagen in die Bundesliga-Spielzeit 2016/2017, am Ende stand mit Platz zehn die schlechteste Schalker Platzierung seit sechs Jahren (Die Saison 2010/2011 hatte Schalke auf dem 14. Rang abgeschlossen, gleichzeitig aber den DFB-Pokal gewonnen). Anfang Juni gab der Verein die Trennung bekannt.

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Als Nachfolger verpflichtete Heidel einen erst 31 Jahre alten Trainer: Domenico Tedesco hatte zuvor den FC Erzgebirge Aue im Saisonendspurt vor dem Abstieg aus der Zweiten Liga gerettet. Es war Tedescos erste Station im Profifußball gewesen.

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Im August 2009 überraschte Heidel schon einmal mit einer Trainerpersonalie: Damals beförderte er den Mainzer U19-Coach Thomas Tuchel wenige Tage vor dem Saisonstart zum Cheftrainer. Acht Jahre zuvor hatte Heidel schon Jürgen Klopp zum ersten Trainerengagement in dessen Karriere verholfen.

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Sein Verhältnis zum Vorstandsvorsitzenden Clemens Tönnies ("Er mischt sich ins Alltagsgeschäft überhaupt nicht ein, aber wir haben ein sehr vertrautes Verhältnis") bezeichnet Heidel als entspannt.

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Der Druck auf Heidel vor seiner zweiten Saison beim FC Schalke 04 ist dennoch gewachsen. Stellt sich auch mit dem zweiten Trainer seiner Amtszeit kein Erfolg ein, könnte seine Zeit in Gelsenkirchen früher beendet sein als erwartet.

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Die Dauer von 24 Jahren, die Heidel als Manager bei Mainz 05 tätig war, wird er ohnehin kaum toppen können.

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Den Vorwurf, er habe in seiner ersten Saison 70 Millionen Euro in neue Spieler investieren können und dennoch keine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen geschickt, lässt Heidel nicht gelten: "Wir haben damals mit Leroy Sané den Spieler abgegeben, der ganz entscheidenden Anteil an der Qualifikation für den Europapokal hatte."

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Auch vor dieser Spielzeit musste der FC Schalke wieder einen Leistungsträger ziehen lassen. Sead Kolasinac steuerte in der Bundesliga-Saison 2016/2017 acht Scorerpunkte bei, wechselte im Sommer ablösefrei in die Premier League zu Arsenal.

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Er soll dagegen bleiben: Nationalspieler Leon Goretzka werde "zu einhundert Prozent in der nächsten Saison auf Schalke spielen", sagte Heidel. "Da kann kommen, was will."

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?