FDP-Mann Christian Lindner Der Retter am Rhein
Seht her, ich hab's geschafft: Christian Lindner konnte sich bei der Landtagswahl in NRW über ein gutes Ergebnis seiner FDP freuen. Mit dem Spitzenkandaten schafften die Liberalen nicht nur den Wiedereinzug in den Landtag, sondern landeten sogar bei rund acht Prozent der Stimmen.
Lindner, hier mit den Wahlsiegerinnen Hannelore Kraft (SPD) und Sylvia Löhrmann (Grüne), konnte binnen weniger Wochen die Umfragewerte von zwei Prozent mehr als vervierfachen.
Trotz des starken Resultats hegt Lindner keine Ambitionen, nach Berlin in die Bundespolitik zurückzukehren. "Nein, ich habe mich klar für Düsseldorf entschieden", sagte Lindner am Sonntagabend.
Die jubelnden FDP-Anhänger ließen Christian Lindner zunächst kaum zu Wort kommen: "Das ist ein großes Ergebnis für die FDP", sagte er. Es zeige, dass mit den Freien Demokraten wieder zu rechnen sei, wenn sie ihren Prinzipien treu blieben. Der Widerstand gegen den rot-grünen Kurs habe sich ausgezahlt.
Noch im Dezember schien Lindners Karriere nach seinem Rücktritt als FDP-Generalsekretär so gut wie beendet. Nach seinem Wahlerfolg ist er fünf Monate später so stark wie nie.
Bei der nordrhein-westfälischen FDP herrschte nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses große Genugtuung. "Die Bundespartei sollte sich ein Beispiel an uns nehmen", sagte eine Liberale auf der Wahlparty.
Die neuen starken Männer der FDP. Am vergangenen Sonntag führte Wolfgang Kubicki die Liberalen in Schleswig-Holstein wieder in den Landtag, jetzt hat es ihm Christian Lindner in Nordrhein-Westfalen nachgemacht.