Christoph Matschie: Der Herausforderer - DER SPIEGEL
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Christoph Matschie Der Herausforderer

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Am 15. Juli 1961 wird Christoph Matschie in Mühlhausen in Thüringen geboren. Der Sohn einer Krankenschwester und eines evangelischen Pfarrers (hier im Januar 1999 mit dem damaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse) wächst mit fünf Geschwistern auf. Matschie macht in der DDR das Abitur und eine Ausbildung als Mechaniker. An der Medizinischen Akademie Erfurt lässt er sich nach dem Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee zum Krankenpfleger ausbilden. Anschließend studiert er in Rostock und Jena Theologie auf Diplom.

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Auf dem Gipfel: Im Juni 2004 posieren der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder und Thürigens SPD-Spitzenkandidat Matschie auf dem Langertfelsen. Die Politik wird für den 48-jährigen Matschie nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Regimes in der DDR zum Beruf. Im Oktober 1989 wird er Mitglied der Sozialdemokraten, bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl erreicht Matschie über die SPD-Landesliste ein Bundestagsmandat. Die Bundestagswahl 1998 beschert dem Sozialdemokraten den Vorsitz des Ausschusses Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Außerdem wird er Mitglied des Vorstands der SPD-Bundestagsfraktion.

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Ein Wahlkampfplakat auf dem Müll: Bei der Landtagswahl 2004 in Thüringen erreicht die SPD mit Matschie nur 14,5 Prozent. Das bedeutet: Erneut Opposition gegen die absolute Mandatsmehrheit der CDU. Schon bei den Landtagswahlen 1999 hatte die SPD ihre Regierungsbeteiligung abgeben und einen Absturz auf 18 Prozent verkraften müssen. In der Folge wurde Matschie mit 187 von 209 Delegiertenstimmen zum neuen Landesvorsitzenden gewählt.

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Wieder Spitzenkandidat: Auch 2009 führt Matschie die Thüringer SPD in den Landtagswahlkampf. Nach 14 Jahren als Abgeordneter im Bundestag gab er 2004 sein Bundestagsmandat ab - er wollte sich noch stärker der Landespolitik Thüringens widmen. Dieser Schritt ist auch eine Reaktion auf seine Kritiker, die ihm nach dem katastrophalen Wahlergebnis der Landtagswahlen 2004 vorwarfen, seine Präsenz leide unter seinen Berliner Verpflichtungen.

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Reiner Wein für die Basis: Matschie auf Deutschlands größtem Frühlingsfest, dem Sommergewinn in Eisenach. Im November 2005 wird der SPD-Mann ins 13-köpfige Präsidium der Sozialdemokraten gewählt, 2007 als Mitglied bestätigt. Parteiintern setzt er sich gegen seinen langjährigen Konkurrenten Richard Dewes durch - bei einer Mitgliederbefragung der Thüringer SPD über den Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen erhält Matschie 71,5 Prozent der Stimmen. Und der SPD-Mann macht deutlich: Er will 2009 regieren. Ein Bündnis mit der Linkspartei würde Matschie aber nur eingehen, wenn die SPD die stärkere Partei wäre.

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Energie für Thüringen: Matschie im Juli 2009 an einem Solarkraftwerk in Nordhausen. Im August bereist der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 30. August unter anderem den Thüringer Wald, Harz, Kyffhäuser und das Saaletal, um mit den Menschen vor Ort zu sprechen. Zur Wahl drücken Matschie seine äthiopische Frau Mitslal Kifleyesus und seine drei Kinder die Daumen.

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