Chronik in Bildern Obamas erste Amtszeit
Amtseinführung vor der Kuppel des Kapitols: Am 20. Januar 2009 wird Barack Obama in Washington als 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt.
Erster wichtiger Meilenstein: Obama unterzeichnet im Februar 2009 den "American Recovery and Reinvestment Act". Sein Vize Joe Biden (links) schaut ihm über die Schulter. Das 787-Milliarden-Dollar-Programm soll nach der Finanzkrise die klamme US-Wirtschaft wieder ankurbeln und die Märkte entspannen.
Glückwünsche vom Feind: Zwei Tage nach Obamas Wahlsieg gratuliert auch Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad - und hofft auf einen radikalen Kurswechsel der Beziehungen. Obama reicht ihm im März 2009 darauf in einer Videobotschaft die Hand - allerdings ohne Erfolg. Bis heute schwelt ein Streit über das iranische Atomprogramm.
Vielbeachteter Auftritt: Hamas-Milizen im Gaza-Streifen lauschen im Juni 2009 einer Grundsatz-Rede Obamas in Ägypten. Bei seinem Staatsbesuch wirbt der US-Präsident für ein "neues Verhältnis zwischen den USA und der islamischen Welt".
Der grüne Präsident: Obama hat im Spritschlucker-Land USA zumindest eine kleine die Umwelt-Kehrtwende geschafft. Im Juni 2009 billigt das Repräsentantenhaus ein umfassendes Klimaschutzpaket, das auch den Ausbau erneuerbarer Energien vorsieht. Die USA bleiben jedoch nach China der größte Klimasünder der Welt.
An der Seite von Ban Ki-Moon: Barack Obama leitet am 24. September 2009 zum ersten Mal die Sitzung des Uno-Sicherheitsrats. Die Mitglieder einigen sich damals einstimmig auf eine Resolution für eine atomwaffenfreien Welt.
Historischer Moment: Am 10. Dezember 2009 erhält Barack Obama den Friedensnobelpreis vom Vorsitzenden des Norwegischen Nobelkomitees, Thorbjørn Jagland. Als er den Preis entgegennimmt, sagt Obama: "Ich stehe noch am Anfang, nicht am Ende meiner Arbeit auf der Weltbühne."
Jubel für den Präsidenten: Obama unterzeichnet im März 2010 seine lang umkämpfte Gesundheitsreform. Das Gesetz versichert 160 Millionen Amerikaner, die sich bisher keinen Schutz leisten konnten oder wegen früherer Krankheiten davon ausgeschlossen waren. Die Einigung gilt als der größte innenpolitische Meilenstein in Obamas erster Amtszeit.
Obama als Krisenmanager: Am 20. April 2010 explodiert die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko. Kurze Zeit darauf fährt der US-Präsident in die Krisenregion, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Mehr als 700.000 Liter Öl strömen zu dieser Zeit täglich aus dem Bohrlochleck.
Gegen die Zocker: Mit den Stimmen dreier abtrünniger Republikaner verabschiedet der US-Senat im Juli 2010 den sogenannten Dodd-Frank Act. Das 2400 Seiten starke Gesetzeswerk soll hochspekulative Börsengeschäfte schärfer kontrollieren und ein Vorwarnsystem für den US-Finanzmarkt etablieren.
Hilfe in der Krise: Als im August 2010 Pakistan unter Wasser steht und Tausende Menschen sterben, sichert US-Präsident Obama Millionen-Hilfen zu.
Auf dem Weg zur atomaren Abrüstung: Obama unterzeichnet im April 2010 mit Russlands damaligem Präsidenten Dimitri Medwedew ein Abkommen, das beide Staaten verpflichtet, die Zahl ihrer Atomsprengköpfe und Trägersysteme zu reduzieren.
Im Visier der Todesflieger: Bei der Jagd auf Terroristen setzt Obama stärker als sein Vorgänger auf den Einsatz von Kampfdrohnen. Von den bislang gut 330 Drohnen-Attacken auf pakistanischem Boden, entfielen über 280 auf Obamas Amtszeit.
Der wichtigste Moment in Obamas Präsidentschaft: Im Mai 2011 töten US-Spezialeinheiten den Qaida-Führer Osama Bin Laden. Obama verfolgt den Einsatz mit seinem Sicherheitsstab per Videostream im Weißen Haus. In seiner anschließenden Rede an die Nation sagt Obama: "Der Gerechtigkeit ist Genüge getan."
Ab nach Hause: Erstmals seit Beginn des Krieges kündigt Präsident Obama im Juni 2011 einen Abzug von US-Truppen aus Afghanistan an. Bis September 2012 sollen ein Drittel aller US-Soldaten in Afghanistan zurückkehren. Momentan befinden sich 68.000 US-Soldaten in Afghanistan.
Wahlversprechen gehalten: Am 15. Oktober 2011 erklärt Barack Obama den Einsatz in Irak offiziell für beendet. Im Fort Bragg in North Carolina sagt Obama zu den Soldaten und ihren Familien: "Als oberster Befehlshaber bin ich stolz, endlich diese Worte sagen zu können: Willkommen zu Hause." Mehr als 1,5 Millionen US-Soldaten haben im Irak gekämpft. Etwa 4500 wurden getötet, mehr als 30.000 verletzt.
"State of the Union" im Wahljahr: Bei seiner Rede zur Lage der Nation im Januar 2012 sagt Obama den Republikanern den Kampf an. Vor allem auf dem Feld der sozialen Gerechtigkeit wolle er seinen Herausforderer angehen. Es gebe ein amerikanisches Versprechen, "dass es dir gut gehen wird, wenn du hart arbeitest".
Besuch in Burma: Im November 2012 trifft Barack Obama Oppositionführerin Aung San Suu Kyi in Rangun. Mit einem Küsschen auf die Wange dankt der Präsident der Friedensikone für ihr Engagement. "Unser Ziel ist es, der Demokratisierung weitere Schwungkraft zu geben", sagte Obama damals. Es ist die erste Visite eines US-Präsidenten in dem von Militärs beherrschten Staat.
Face-off im Fernsehen: In drei TV-Debatten duellieren sich Barack Obama und Republikaner Mitt Romney um die Wahl zum Präsidenten. In der ersten Debatte dominiert noch Obamas Herausforderer Romney, aber am Ende macht der amtierende Präsident doch noch das Rennen.
Triumph Nummer zwei: Bei der Wahl am 7. November 2012 wird Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten bestätigt.