Chytridiomykose Gefahr im Teich
Geburtshelferkröten in den französischen Pyrenäen: Auf allen Kontinenten, auf denen Amphibien vorkommen, gibt es inzwischen den für die Tiere gefährlichen Erreger Batrachochytrium dendrobatidis (Bd). Der Pilz löst eine Krankheit aus, die für viele Kröten und Frösche tödlich endet.
Mikroskop-Aufnahme des Pilzes auf Amphibien-Haut: Der Erreger hat sich höchstwahrscheinlich durch internationalen Handel verbreitet.
Bedrohte Arten: Nach Angaben der Weltnaturschutzorganisation sind 41 Prozent der Amphibien-Spezies als gefährdet eingestuft. Eine noch größere Gefahr als die Pilzkrankheit ist für sie allerdings das Schwinden geeigneter Lebensräume.
Kröte: In einer aktuellen Studie verglichen Forscher das Erbgut von weltweit gesammelten Pilzproben. Dabei kamen sie zum Schluss, dass der Erreger deutlich älter ist, als bislang angenommen wurde. Wahrscheinlich entwickelte er sich vor 10.000 bis 40.000 Jahren.
Tote Kröten in den Pyrenäen: Ist der Pilz erst einmal in einer Region angekommen, lassen sich die wild lebenden Amphibien dort kaum retten.
Einige Arten sind zwar immun. Aber manche Populationen werden binnen Wochen massiv reduziert.
Laubfrosch: Laut der Weltnaturschutzorganisation IUCN ist es "die schlimmste Infektionskrankheit, die je unter Wirbeltieren beobachtet wurde, mit Blick auf die Zahl der betroffenen Arten und die Tendenz, dass diesen sogar das Aussterben droht".