Citroën 2CV: Wackelpudding auf Rädern - DER SPIEGEL
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Citroën 2CV Wackelpudding auf Rädern

Die Ente gehört zu Frankreich wie Baguette und Beaujolais. Als Volksauto in karger Nachkriegszeit auf die Straße gekommen, gilt sie heute noch immer als das Kultauto der Lebenskünstler. Zum 60. Geburtstag des Citroën 2CV war SPIEGEL ONLINE im Watschelgang unterwegs.
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Citroën 2CV: Rolldach auf und ab geht die Post. Enten-Fan Willi Pinstock fährt sein Schaukelmobil, das er vor mehr als 20 Jahren für 50 Mark gekauft hat, nur noch bei Sonnenschein.

Foto: Tom Grünweg
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Enten-Herz: Der 600-Kubikzentimeter-Zweizylinder-Boxermotor ist ein zuverlässiges und sparsames Triebwerk. 28 PS Leistung entwickelt die Maschine, wenn alles gut geht.

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Designfrei: Wenn es einfach nur funktional und billig sein soll, kommt ein Cockpit wie bei der Ente dabei heraus. Und das ist gar nicht mal so schlecht.

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Adieu Experiment: Einfache Formen, dünne Bleche, simple Mechanik - der Citroën 2CV erfreute seine Besitzer als ausgesprochen robustes und im Pannenfall einfach zu reparierendes Fahrzeug.

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Buntes Puzzle: Weil die Zulasungsstelle irgendwann aufgegeben hat, die Vielzahl der Ersatzteile immer wieder aufzulisten und zu registrieren, steht im Fahrzeugschein als Hersteller nicht mehr "Citroën", sondern "Pinstock".

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Ehrlicher Tacho: Die Skala reicht bis 120 km/h und dieses Tempo war für eine frische, ausgeruhte Ente bergab und mit leichtem Rückenwind auch durchaus drin.

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Form für die Ewigkeit: Vier Türen, Kopffreiheit en masse und ein Trittbrett zwischen den Kotflügeln. Die gewöhnungsbedürftige Form brachte dem Auto anfangs den Spottnamen "hässliches Entlein" ein, geblieben ist davon nur Ente.

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Kleiner Hinweis: Das Typenschild deutet auf ein Modell mit Club-Ausstattung hin. Viel wichtiger war für Enten-Fahrer jedoch der "Atomkraft - nein danke!"-Aufkleber oder selbstgemalte Blumen auf dem Blech.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?