Claudia Eisinger Wilde Jahre
"Zarah - Wilde Jahre" war eine vielversprechende ZDF-Reihe: Eisinger (Mitte) spielt eine Journalistin in der Bundesrepublik der Siebzigerjahre, die gegen die starre Männergesellschaft aufbegehrt.
Über die Produktionsbedingungen des Sechsteilers sagt sie heute: "Wir sollten von einer revolutionären Zeit erzählen - aber bitte nicht zu radikal." Dieser Widerspruch sei schwer auszuhalten gewesen.
Der Filmplot hat viele gewollte Parallelen zur Biografie Alice Schwarzers. Doch die Serie fiel beim Publikum durch und wurde nach zwei Folgen ins Spartenprogramm ZDF neo verlegt.
Derzeit lotet Eisinger aus, wie sie sich jenseits der Schauspielerei ausdrücken kann, unter anderem mit einem eigenen Modelabel. Hier ist Eisinger beim Club der Jungen Wilden, einem Netzwerk von Künstlern und Kreativen aller Art aus aller Welt, gesponsert von einem deutschen Autokonzern.
Doch das bedeutet nicht, dass sie weniger schauspielern will. Eisinger bei der Premiere von "Mängelexemplar" im Mai 2016. In der Verfilmung des Romans von Sarah Kuttner spielt sie eine depressive junge Frau und wurde für ihren Auftritt gefeiert.
In "Mängelexemplar" verkörpert sie eine junge Frau mit Depressionen, Barbara Schöne spielt ihre Oma Bille.
"Polska Love Serenade": Die Weihnachtskomödie von 2008 ist eine knallbunte Liebeserklärung an Polen. Hier spielt Eisinger zusammen mit Sebastian Schwarz.
"Nacht über Berlin": 2013 hat Eisinger (hier mit ihrem Schauspielkollegen Franz Dinda) in dem Fernsehfilm mitgespielt, der die Zeit kurz vor der Machtergreifung Adolf Hitlers zum Thema hat.
Wider das Klischee: Eisinger hat 2017 beim ersten Cliché Bashing Beef mitgemacht - es ging darum, Vorurteile zwischen Fleischessern und Vegetariern abzubauen.
Mit Preis und Mirco Kreibich: Zusammen mit ihm wurde Eisinger als beste Nachwuchsdarstellerin mit dem Günter-Strack-Fernsehpreis 2010 ausgezeichnet. Und zwar für die Studentenkomödie "13 Semester".