CO2-Ausstoß Schifffahrt soll sauberer werden
Rauchender Schiffsschlot (in San Francisco, Februar 2008): Bis zum Jahr 2050 wird sich der CO2-Ausstoß der weltweiten Schifffahrt nach Statistiken der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation verdoppeln, im schlechtesten Fall sogar verdreifachen - es sei denn, es gelingt den Staaten der Welt, die Branche in die Schranken zu weisen.
Schiff vor der grönländischen Küste (Juli 2008): Vom Kyoto-Protokoll ist die Schifffahrt nicht betroffen, ein neuer internationaler Klimavertrag ist nicht in Sicht.
Neubau eines Kreuzfahrtschiffs (auf der Meyer-Werft in Papenburg, August 2008): Zumindest neue Schiffe müssen in Zukunft nach Energiesparregeln gebaut werden. Die IMO führt dazu den sogenannten Energy Efficiency Design Index verbindlich ein.
Containerschiff im Hafen von Rotterdam (April 2011): Bereits jetzt blasen Schiffe weltweit rund 1046 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr in die Luft. Bezogen auf das Jahr 2007 sind das immerhin 3,3 Prozent der weltweiten Gesamtemission an Kohlendioxid.
Containerhafen in Singapur (Januar 2008): Nur mit Hilfe von Schiffen lassen sich die weltweiten Warenströme am Laufen halten. Etwa 90 Prozent des internationalen Handels werden über die Meere abgewickelt.
Containerhafen in Hamburg (Juni 2009): Die EU-Kommission muss sich überlegen, ob ihr der aktuelle Beschluss zu den Designrichtlinien für Schiffsneubauten weit genug geht. Hört man sich in Brüssel um, darf das als eher unwahrscheinlich gelten. Im nächsten Jahr werden die Europäer deswegen wohl weitere Schritte verkünden.
Schiff im Hafen von Le Havre (Juli 2010): Die Einführung der neuen Regeln allein wird die CO2-Emissionen der internationalen Schifffahrt nicht senken - im Gegenteil. Sie werden lediglich nicht so schnell steigen, wie es ohne die neuen Energieeffizienzregeln der Fall wäre.