Autokino Fahrt zum Film
Erstmals flimmerte in Deutschland am 31. März 1960 in Gravenbruch bei Frankfurt ein Film über eine Riesenleinwand, seit 1968 auch in Köln-Porz.
Etwa eine halbe Stunde bevor die Filmvorschau läuft, öffnet Heike Naumann das Tor und kassiert in ihrem Häuschen das Eintrittsgeld der Besucher.
Auf dem Server unter dem Projektor lagern die Filme mit Ton auf externen Festplatten - verschlüsselt, diebstahl- und kopiersicher.
Der 35-Millimeter-Projektor hat schon lange ausgedient und wird nicht mehr verwendet, aber zum Wegschmeißen ist er zu schade.
Die Zeiten der 35-Millimeter-Kamera sind schon lange vorbei. Derzeit arbeitet der digitale Projektor mit einem 7000-Watt-Xenonbrenner, damit die Leinwand hell leuchtet.
Damit im Winter die Zuschauer nicht frieren, erhalten sie eine elektrische Heizung fürs Auto, die über diese Steckdosen mit Strom versorgt wird.
Erstmals ratterte in Köln-Porz am 18. August 1968 ein Film durch den Projektor, "Blow Up" von Michelangelo Antonioni.
Eine Stunde vor Filmbeginn bereiten drei bis fünf Mitarbeiter das Restaurant vor. Neben den Kinoklassikern Popcorn und Nachos gibt es auch Burger, Pommes und Currywurst.
Jacqueline (r.), 26, aus Köln ist zum zweiten Mal im Autokino, bei ihr sitzt Lea, 25, Studentin aus Köln.
Der Ton kommt schon seit Jahren nicht mehr aus plärrenden Mono-Lautsprechern, sondern wird über eine UKW-Frequenz ins Autoradio übertragen.
Anika ist 18 Jahre alt und besitzt erst seit ein paar Monaten ihren Führerschein. Mit ihrem Freund Moritz, 17, geht sie oft ins Kino, das erste Mal sind die beiden nun im Autokino.
Kinogenuss mit einer großen Leinwand, die 15 Meter hoch und 36 Meter breit ist.
Wenn es dunkel ist, beginnt der Film, wie im normalen Kino kommen erst Vorschau-Filme, danach folgt die eigentliche Vorführung.