Computermaus Die zehn wichtigsten Stationen
So sah die erste Computermaus aus, die Douglas Engelbart seit 1963 entwickelt hatte und die er am 9. Dezember 1968 der Öffentlichkeit vorstellte. Ihr offizieller Name war zu der Zeit allerdings noch "X-Y-Positions-Anzeiger für ein Bildschirmsystem".
Auch Entwickler aus Deutschland waren auf die Idee gekommen, eine Maus zu bauen. Telefunken stellte damals die Rollkugel vor, die ein paar Jahre später mit Rechnern des deutschen Unternehmens verkauft wurde. Den Ruhm strichen jedoch die Stanford-Wissenschaftler ein. Ein Exemplar der Rollkugel ist unter anderem im Computermuseum der Informatik an der Universität Stuttgart ausgestellt .
Exakt 20 Jahre nach der Erfindung stellte Microsoft eine erste eigene Maus vor: 1983 war das - ein Jahr nach der Gründung der Microsoft Hardware Division. Für schlappe 195 US-Dollar erleichterte das Eingabegerät die Arbeit am Computer erheblich.
Auch Apple setzte auf die Maus. Das Eingabegerät wurde von 1984 an mit dem Apple Macintosh verkauft. Die Maus hatte viele Jahrzehnte lang allerdings nur eine Taste.
1987 führte IBM die Computerreihe Personal System/2 ein - und passende Mäuse mit PS/2-Anschluss. Diese waren vor allem im Sinne des erhöhten Bedienkomforts designt, das System mit zwei Tasten blieb erhalten und ist bis heute PC-Standard.
1991 stellte Microsoft seine erste Laptop-Maus zum seitlichen Einhängen in die Tastatur vor. Die BallPoint Mouse enthielt eine Rollkugel, die mit den Fingern bewegt werden musste. Heute sind ähnliche Modelle unter dem Namen Trackball bekannt.
1996 hatte Microsoft die IntelliMouse mit einem Bildlaufrad eingeführt, um das Scrollen zu erleichtern. Ein Jahr später kam dann die IntelliMouse Trackball auf den Markt, bei der sich zusätzlich zum Rädchen auch die Kugel auf der Oberseite der Maus befand.
Bei der 1999 erschienenen IntelliMouse Explorer von Microsoft wurden die beweglichen Teile sowie die Mauskugel durch einen optischen Sensor und einen digitalen Signalprozessor ersetzt. Durch diese neue Technik konnte sich die Maus nun endlich auf vielen Untergründen frei bewegen, ohne ständig Fussel aufzusammeln.
Am 2. August 2005 stellte Apple seine erste USB-Mehrtastenmaus namens Mighty Mouse vor. Zuvor hatte das US-amerikanische Unternehmen fast drei Jahrzehnte lang ausschließlich Eintastenmäuse verkauft, wobei unter Mac OS X bereits Mehrtastenmäuse anderer Hersteller verwendet werden konnten.
Logitech brachte 2004 mit seinem Modell MX 1000 die weltweit erste Lasermaus auf den Markt. Statt der normalen Leuchtdioden wurde nun eine Laserdiode als Lichtquelle eingesetzt.