Confed Cup Ronaldo und die Regionalligisten
Cristiano Ronaldo, Portugal: Nach einer langen Saison mit Real Madrid, die er mit Meisterschaft und Gewinn der Champions League krönte, wird der Weltfußballer mit Portugal auch noch am Confed Cup teilnehmen. Der Europameister gehört mit Ronaldo zum Favoritenkreis - zumal er prominente Unterstützung erhält.
Pepe, Portugal: Schlechte Nachricht für alle Stürmer: Bei Spielen gegen Portugal werden sie auf Pepe als Gegenspieler treffen. Der Innenverteidiger ist nach einer für ihn persönlich enttäuschenden Saison bei Real Madrid ebenfalls beim Confed Cup dabei. Beim Champions-League-Finale stand Pepe nicht einmal mehr im Kader. Sein Abschied aus Madrid gilt als sicher, in Russland wird er sich anderen Teams präsentieren wollen.
Renato Sanches, Portugal: Nicht im Kader steht hingegen Renato Sanches. Der Mittelfeldspieler wechselte nach einer starken EM 2016 von Benfica zu Bayern München, konnte die hohen Erwartungen dort aber nicht erfüllen und kam nur auf 17 Einsätze. Stattdessen wird er bei der U21-EM in Portugal an den Start gehen.
Eder, Portugal: Vor einem Jahr der Held, jetzt ausgemustert. Stürmer Eder muss beim Confed Cup von der Couch aus zusehen. Vielleicht wird er vor dem Fernseher an den 10. Juli 2016 denken. Im EM-Finale gegen Frankreich erzielte Eder in der Verlängerung den 1:0-Siegtreffer für Portugal.
Igor Akinfeev, Russland: Als 18-Jähriger debütierte Igor Akinfeev 2004 in der russischen Nationalmannschaft. 13 Jahre später steht er dort immer noch im Tor, auch wenn von den letzten großen Turnieren vor allem seine Patzer im Gedächtnis bleiben. Bei der WM 2014 ließ er gegen Südkorea einen harmlosen Fernschuss durch die Hände ins Tor flutschten. Trotz zahlreicher Angebote verbrachte er seine gesamte Karriere in Russland.
Juri Schirkow, Russland: Bei der EM 2016 schied Russland mit nur einem Punkt als Tabellenletzter der Gruppe B aus. Daraufhin wurde der Kader mit hohem Altersschnitt in Hinblick auf die Heim-WM 2018 verjüngt. Weiterhin zum Aufgebot gehört allerdings Routinier Schirkow. Der inzwischen 33 Jahre alte Mittelfeldspieler ist der älteste Spieler in den Reihen der Russen.
Roman Sobnin, Russland: Verletzungsbedingt fehlen wird Russland Mittelfeldspieler Roman Sobnin. Der 23-Jährige von Ligameister Spartak Moskau zog sich beim Testspiel gegen Ungarn eine Kreuzbandverletzung zu. Sobin galt als einer der wichtigsten Spieler von Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow, er stand bei allen Spielen unter seiner Leitung auf dem Platz.
Dane Ingham, Neuseeland: Der jüngste Teilnehmer beim diesjährigen Confed Cup kommt aus Neuseeland. Ingham ist erst 18 Jahre alt und wurde von Nationaltrainer Antony Hudson für das Turnier in Russland nominiert. Ein Länderspiel für Neuseeland hat er bereits absolviert. Im März debütierte er gegen die Fidschi-Inseln.
Stefan Marinovic, Neuseeland: In der vergangenen Saison spielte Marinovic noch in der Regionalliga Bayern für die SpVgg Unterhaching gegen Seligenporten und Buchbach. Beim Confed Cup darf er nun die Schüsse von Cristiano Ronaldo entschärfen. Die starken Leistungen bei Unterhaching (17 Spiele ohne Gegentor) haben ihn auch für andere Vereine interessant gemacht. Ob er auch in der kommenden Saison in Bayern spielen wird, ist deshalb unklar. Erst recht, wenn er beim Confed Cup starke Leistungen zeigt.
Marco Rojas, Neuseeland: Manche Stuttgarter werden sich noch an ihn erinnern. Von 2013 bis 2016 stand Rojas beim VfB unter Vertrag. Allerdings wurde er zweimal verliehen (Fürth und FC Thun) und brachte es lediglich auf vier Einsätze für Stuttgarts zweite Mannschaft. Inzwischen spielt er für Melbourne in Australien.
Marco Fabian, Mexiko Die größte Herausforderung dürfte die Kaderplanung für Mexikos Nationaltrainer Juan Carlos Osorio dargestellt haben. Nur wenige Tage nach dem Confed Cup beginnt in den USA der Gold Cup mit den besten Mannschaften aus Nord- und Mittelamerika - und auch da wird Mexiko mitspielen. Mit dabei in Russland ist unter anderem Frankfurts Mittelfeldspieler Marco Fabian.
Rafael Márquez, Mexiko: In Europa mögen ihn manche vergessen haben, aber Rafael Márquez, mittlerweile 38 Jahre alt, hat seine Karriere noch nicht beendet. Insgesamt sieben Jahre spielte der Innenverteidiger für den FC Barcelona und gewann mit dem Team die Champions League. Inzwischen spielt er wieder in der Heimat.
Chicharito, Mexiko: Leverkusens Stürmer ist in seiner Heimat ein Nationalheld. Für sein Land hat Chicharito in 91 Spielen 47-mal getroffen, eine herausragende Quote.
Jacques Zoua, Kamerun: Auch der 1. FC Kaiserslautern wird beim Confed Cup vertreten sein. Stürmer Jacques Zoua steht bei Afrikameister Kamerun im Kader. Im Verein ist er Stammspieler, für Kamerun kommt er häufig allerdings nur von der Bank.
André Onana, Kamerun: Im Winter gab Onana der Nationalmannschaft noch einen Korb. Der Stammkeeper von Ajax Amsterdam verzichtete auf eine Teilnahme beim Afrika Cup. "Ich bin immer noch ein junger Torwart und dachte mir, dass es besser ist bei Ajax zu bleiben, mich weiterzuentwickeln und meinem Land in Zukunft besser helfen zu können", sagte er. Die Zukunft scheint gekommen, am Confed Cup wird der 21-Jährige teilnehmen. Kamerun darf sich auf einen sicheren Rückhalt freuen.
Tim Cahill, Australien: 37 Jahre ist Tim Cahill inzwischen alt. Trotzdem dürfte der Stürmer für den Confed Cup eine Bereicherung sein, wenn er wieder so ein herausragendes Tor erzielt wie bei der WM 2014 gegen die Niederlande. Eine Flanke aus dem Halbfeld schoss er volley ins Tor.
Mathew Leckie, Australien: Im Sommer wechselt Leckie von Bundesliga-Absteiger Ingolstadt in die Hauptstadt zu Hertha BSC. Vorher will er im Trikot der Nationalmannschaft das schaffen, was ihm in dieser Saison in Ingolstadt in 30 Bundesligaspielen nicht gelang: ein Tor schießen.
Mitchell Langarek, Australien: Ein weiterer Bekannter aus Deutschland: Langarek war in Dortmund Ersatzkeeper hinter Roman Weidenfeller, dann wechselte er nach Stuttgart und wurde dort die Nummer eins. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga mit dem VfB muss er jetzt noch einmal seine Handschuhe herausholen, bevor es verspätet in den Sommerurlaub geht.
Arturo Vidal, Chile: Chile traf als erste Mannschaft bereits am Dienstag in Russland ein. Trainer Juan Antonio Pizzi hat seine besten Spieler nominiert. Ein Leistungsträger beim Südamerikameister ist Bayerns Arturo Vidal, der im zentralen Mittelfeld das Spiel bestimmt. Am 22. Juni wird er im Gruppenspiel gegen Deutschland auf seinen Teamkollegen Joshua Kimmich und den zukünftigen Mitspieler Niklas Süle treffen.
Alexis Sánchez, Chile: Im Verein lief die Saison für Alexis Sánchez enttäuschend. Arsenal verpasste zum ersten Mal seit 18 Jahren die Qualifikation für die Champions League. Deshalb könnte Sanchez den Verein im Sommer verlassen. Der linke Flügelspieler ist das Herzstück von Chiles Offensive. Der 28-Jährige hat bereits mehr als 100 Länderspiele absolviert und dabei 37 Treffer erzielt.