"Costa Concordia" Öl wird abgepumpt
Mühselige Aufräumarbeiten: Ab Dienstag wird damit begonnen, dass Öl des Schiffs abzupumpen. In den Tanks befindet sich überwiegend Schweröl. Dieses muss zunächst erwärmt werden, bevor man es abpumpen kann.
Ein Reporter beobachtete, wie der Kapitän der "Concordia" kurz vor seiner Festnahme mit einer unbekannten Frau verschwand. Er soll einen Computer dabeigehabt haben, so die Vermutung des Journalisten. Von dem Rechner fehlt jede Spur.
Am zehnten Tag nach der Havarie der "Costa Concordia" haben sich Taucher der italienischen Marine erneut auf dem Kreuzfahrtschiff den Weg zu unzugänglichen Bereichen freigesprengt. Sie wollten sich damit zwischen dem vierten und fünften Deck einen leichteren Zugang zu der Restaurantzone öffnen, um weiter nach Vermissten suchen zu können.
Der Kaptiän der "Costa Concordia", Francesco Schettino. "Ich hatte in der Unglücksnacht Wache auf der Brücke", sagte die 29-jährige Silvia Coronika, dritte Offizierin an Deck, den Staatsanwälten. Die verhängnisvolle "Verbeugung" des Schiffs sei schon bei Abfahrt aus dem Hafen Civitavecchia geplant, auf der Seekarte verzeichnet und als Route gespeichert worden, so Coronika.
Trauriger Fund: Taucher haben im Wrack des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" am Sonntag eine weitere Leiche entdeckt.
Neue Zugänge: Am Samstag waren durch gezielte Sprengungen weitere Zugänge zum Wrack des havarierten Kreuzfahrtschiffs geschaffen worden. Anschließend hatten die Taucher die Leiche einer Frau geborgen.
Bislang wurden 13 Todesopfer des Kreuzfahrtunglücks gefunden. Acht Leichen wurden bislang identifiziert, darunter laut Zivilschutz auch ein Deutscher. Mindestens 20 Menschen gelten noch als vermisst.
Möwen über dem Wrack der "Costa Concordia": Nach einem Tag Zwangspause haben Taucher am Samstag die Suche nach Vermissten und nach möglichen Todesopfern wieder aufgenommen. Am Mittag fanden die Einsatzkräfte im Heck des Schiffes eine Frauenleiche - das berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. In der Nacht zu Sonntag musste die Suche nach Vermissten wieder unterbrochen werden.
Im aufgeschlitzten Rumpf des Kreuzfahrtriesen steckt noch ein Stück Fels.
Ein Motorboot passiert das Wrack. Bisher wurden 13 Leichen geborgen.
Zerbrochenes Fenster der "Costa Concordia": Der Kapitän steht unter Verdacht, das Unglück durch ein riskantes Manöver ausgelöst zu haben.
Um den Zugang in das Innere des Schiffs zu erleichtern, sprengen Taucher Löcher in das Wrack.
Teilweise werden die Einsatzkräfte auch mit Hubschraubern zum Schiff gebracht und wieder abgeholt.