Cristina Kirchner: La Presidenta - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Cristina Kirchner La Presidenta

Argentinien präsentiert sich ab Dienstag bei der Frankfurter Buchmesse. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner erklärt, warum Idole wie Che Guevara und Evita Perón noch immer verehrt werden - und wie ihr Land den Weg aus der Krise geschafft hat.
1 / 9

Cristina Fernández de Kirchner regiert Argentinien seit drei Jahren und gehört der peronistischen Partei an. Auf dem Bild hält Kirchner eine Rede anlässlich des Todestages der umschwärmten, aber auch umstrittenen früheren Präsidentengattin Eva Perón.

Foto: A2609 epa efe Leo La Valle/ dpa
2 / 9

Eva Perón, genannt "Evita", nahm Einfluss auf die Politik ihres Mannes Juan (r.) und förderte sozialpolitische Maßnahmen. Im Interview mit dem SPIEGEL erklärt Kirchner, warum sie sich mit Eva Perón identifiziert: "Sie war ein uneheliches Kind und arm. Eigentlich wäre sie dazu verdammt gewesen, aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, aber stattdessen wird sie bis heute in der ganzen Welt verehrt."

Foto: AP
3 / 9

Cristina Kirchner und ihr Ehemann Néstor sind das aktuelle Power-Paar an der Spitze Argentiniens. Bevor Cristina 2007 Präsidentin wurde, hatte ihr Gatte das Amt inne. Im kommenden Jahr stehen Wahlen in dem südamerikanischen Land an - einer der beiden könnte wieder triumphieren.

Foto: MARCOS BRINDICCI/ REUTERS
4 / 9

Zunächst aber präsentiert sich Argentinien seit 6. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse - auf dem Foto wurden noch Fotowände für eine Ausstellung unter dem Motto "Kultur in Bewegung" aufgebaut. Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit der argentinischen Militärdiktatur.

Foto: Boris Roessler/ dpa
5 / 9

Sie selbst habe während der Diktatur Glück gehabt, erklärt Kirchner im SPIEGEL-Interview. Sie und ihr Mann seien mehrmals festgenommen, aber nie gefoltert worden: "Wir durften als Juristen nicht in den Staatsdienst, konnten aber als unabhängige Anwälte arbeiten. Wir waren in einer Art innerem Exil."

Foto: EMMANUEL DUNAND/ AFP
6 / 9

Die Herrschaft der Militärjunta dauerte von 1976 bis 1982. Mehr als 30.000 Menschen wurden ermordet - im Namen der nationalen Sicherheit. Immer mehr Menschen verlangten Aufklärung, wollten Auskunft über das Schicksal der "Desaparecidos", der Verschwundenen. So wie die Mütter der "Plaza de Mayo", die den Mächtigen die Fotos entgegenhielten und fragten: "Wo sind sie?"

Foto: STF/ AFP
7 / 9

Auch der Verfall der Wirtschaft Argentiniens - das bis Mitte des 20. Jahrhunderts eines der reichsten Länder der Welt war - habe direkt mit der Militärdiktatur zu tun, sagt Kirchner: "Die Militärs haben unsere einheimische Industrie mit ihrer neoliberalen Politik zerstört." Auf dem Bild ist General Jorge Rafael Videla (r.) zu sehen, der ab 1976 fünf Jahre herrschte. Neben ihm ist das Junta-Mitglied Emilio Massera.

Foto: AFP
8 / 9

"Was uns endgültig ruiniert hat, war dann die Koppelung unseres Peso an den Dollar in den neunziger Jahren", sagt Kirchner. Der Crash folgte 2001: Das Land stürzte in eine schwere wirtschaftliche Rezession, die bis in die Zahlungsunfähigkeit führte. Die Folge waren schwere Unruhen, der Präsident musste zurücktreten.

Foto: Daniel Garcia/ dpa
9 / 9

Heute kann Argentinien wieder nach vorne blicken, die Wirtschaft erholt sich. Auf dem Bild ist Kirchner mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle (l.) beim Staatsbesuch im März 2010 zu sehen.

Foto: Arno Burgi/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?